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Der Mann ohne Gesicht
The Man without a Face
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Regie
Mel Gibson
Drehbuch
Malcolm MacRury
Produzent
Bruce Davey
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 114 min Land USA Kinostart 25.11.1993 DVD-Start 22.02.2000 Verleih Tobis |
Story
Chuck ist gerade zwölf Jahre alt und hat es sich in den Kopf gesetzt auf die Militärakademie zu gehen. Sehr zum Leidwesen seiner Mutter Catherine, die eine ganz andere Lebensplanung für ihren Jungen hat. Bei einem seiner Streifzüge trifft Chuck auf das Haus des ehemaligen Lehrers Justin McLeod. Der im Gesicht entstellte Mann lebt hier nach seiner Entlassung völlig zurückgezogen. Obwohl der Junge anfangs große Probleme mit McLeods Aussehen hat, schließen die beiden Freundschaft. Der Pädagoge unterstützt Chuck bei seinen Plänen auf die Militärakademie zu gehen und unterrichtet ihn. Doch Chucks Mutter ist die Beziehung der beiden ein Dorn im Auge. Bedingt durch die Gerüchte über McLeods Vergangenheit, er werden ihm pädophilie Neigungen nachgesagt, sieht sie sich gezwungen zu handeln.
Schauspieler
Mel Gibson, Nick Stahl, Margaret Whitton, Fay Masterson, Gaby Hoffmann, Geoffrey Lewis, Richard Masur, Michael DeLuise, Ethan Phillips
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Der Mann ohne Gesicht“ ist nicht nur eine weitere überzeugende Schauspielleistung von Mel Gibson sondern gleichzeitig auch sein Debüt auf dem Regiestuhl. In Personalunion verwirklichte er das einfühlsame Drama und beweist damit, dass er auch ein Mann der leisen Töne sein kann. Als Gibsons Gegenpart behauptet sich mehr als gut der junge Nick Stahl, der für seine Leistung mit einer Nominierung bei den Young Artist Awards belohnt wurde.
Mel Gibson erzählt uns eine Geschichte, die zu Herzen geht ohne dabei in sentimentalen Kitsch abzurutschen. Eine Geschichte, in der es um Vertrauen, Vorurteile und Anschuldigungen geht, die Leben zerstören können. Mel Gibsons entstelltes Gesicht wird dabei der veranschaulichte Gesichtsverlust. In erster Linie erzählt „Der Mann ohne Gesicht“ jedoch die Geschichte zweier Menschen, die am Rand stehen und die durch ihre Freundschaft aus der gesellschaftliche Isolation geführt werden. Auch wenn Gibson die eingefahrene Drama-Mechanismen nicht gänzlich hinter sich lassen kann, berührt dieser Film mit seiner Botschaft.
