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Erbsen auf halb 6
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Regie
Lars Büchel
Drehbuch
Ruth Toma, Lars Büchel
Produzent
Hanno Huth
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 111 min Land Deutschland Kinostart 04.03.2004 DVD-Start 02.12.2004 Verleih Senator Film |
Story
Der Theaterregisseur Jakob Magnuson verliert bei einem Autounfall kurz vor der Premiere seines neuen Stückes auf tragische Weise sein Augenlicht. Und damit auch die Grundlage für sein bisheriges Leben. Er fällt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in ein tiefes Loch. Die Hilfe, die ihm von Lilly, einer Mitarbeiterin des örtlichen Blindenzentrums, angeboten wird, schlägt er aus. Doch nach einem Selbstmordversuch bleibt Jakob nichts anderes übrig, als ihre helfende Hand anzunehmen, denn sonst wird er nicht aus der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses entlassen. Und Jakob kann dort auf keinen Fall bleiben, da seine Mutter, die in der russischen Einöde lebt, bald an Krebs sterben wird und bereits auf ihren Sohn wartet. Eine abenteuerliche Reise beginnt, denn was Jakob anfangs nicht weiß: Auch Lilly ist blind und nicht gewillt von seiner Seite zu weichen.
Schauspieler
Fritzi Haberlandt, Hilmir Snær Gudnason, Harald Schrott, Tina Engel, Jenny Gröllmann, Alice Dwyer, Max Mauff, Annett Renneberg, Jens Münchow, Michael Hanemann, Heinz Petters
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit "Erbsen auf halb 6" erzählt uns Regisseur und Drehbuchautor Lars Büchel auf einfühlsame Weise wie schwierig es für einen einst Sehenden ist, sein neues blindes Leben anzunehmen und zu meistern. Die Geschichte, die er zusammen mit seiner Co-Autorin Ruth Toma geschrieben hat, beleuchtet dabei gekonnt die Tragik der Situation mit all ihren seelischen Qualen, vergisst aber auch die Hoffnung und den leisten Witz nicht. Zuweilen entsteht auch eine herrliche Situationskomik, die den doch etwas schweren Kinostoff gekonnt auflockert. „Erbsen auf halb 6“ nimmt sich des Themas überzeugend an, verzichtet jedoch auf sentimentales Mitleidsgetue. Immer wieder fällt auf wie gut der Film seine innere Balance hält. Aber auch die Gefühle - sprich die Liebe - kommen natürlich nicht zu kurz.
„Erbsen auf halb 6“ beginnt durch die exzellente Leistung seiner beiden Hauptdarsteller Fritzi Haberland und Hilmir Snær Guðnason zu glänzen. Beide sind in ihren Rollen fantastisch und insbesondere Fritzi Haberland zeigt einmal mehr, dass sie zu unseren kommenden starken Schauspielerinnen zählt. Beide Darsteller gehören zu den Sehenden. Umso erstaunlicher, dass man daran keine Minute des Films einen Gedanken daran verschwendet.

