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Eyes wide shut
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Regie
Stanley Kubrick
Drehbuch
Stanley Kubrick, Frederic Raphael
Produzent
Stanley Kubrick
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 159 min Land Großbritannien Kinostart 09.09.1999 DVD-Start 23.08.2001 Blu-ray-Start 06.12.2007 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Der New Yorker Arzt Bill Harford und seine Frau Alice sind seit neun Jahren glücklich verheiratet, auch wenn sich in letzter Zeit eine gewisse Langeweile in ihrer Ehe eingeschlichen hat. Auf der Weihnachtsparty ihres Bekannten Victor Ziegler nutzen sie die Gelegenheit und flirten ein wenig mit anderen Gästen. Im Laufe des Abends wird Bill nach oben ins Schlafzimmer seines Gastgebers gerufen. Der hatte sich dort mit einer jungen Prostituierten namens Mandy vergnügt, die offensichtlich unter starkem Drogeneinfluss steht und kaum noch ansprechbar ist. Bill hilft Mandy und Victor aus deren prekärer Lage und verspricht, niemandem von dem Vorfall zu erzählen.
Am nächsten Tag kommt es zum Streit zwischen Alice und Bill, in dessen Verlauf Alice gesteht, ihren Mann in Gedanken betrogen zu haben. Dieses Geständnis bringt Bill völlig aus der Fassung und als ihm während eines medizinischen Notfalleinsatzes die jugendliche Tochter des Patienten eindeutige Avancen macht, bringt das den gekränkten Mann völlig aus dem Konzept. Er verlässt das Haus und wird auf der Straße von der Prostituierten Domino angesprochen – doch auch hier kommt es nicht zum Äußersten. Dann erfährt er von einem Freund von einem Ort, wo in der Nacht eine ausufernde Orgie stattfinden soll. Bill besorgt sich ohne lange zu überlegen ein Kostüm für den besagten Maskenball – nicht ahnend, dass es dort zu einem Fiasko kommen wird…
Schauspieler
Tom Cruise, Nicole Kidman, Madison Eginton, Jackie Sawiris, Sydney Pollack, Leslie Lowe, Peter Benson, Todd Field, Michael Doven, Sky Dumont, Louise J. Taylor, Stewart Thorndike, Randall Paul, Julienne Davis, Lisa Leone
Filmkritik von Stefanie Rufle
Stanley Kubricks letzte Regiearbeit „Eyes wide shut“ basiert auf Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“, und für viele Kenner dieses großartigen Romans dürfte Kubricks Film eine herbe Enttäuschung darstellen. Der Regisseur verlegte die Freudsche Motive behandelnde Geschichte kurzerhand aus Sigmund Freuds Wien nach New York am Ende des 20. Jahrhunderts. Allein schon dieser Umstand dürfte für einige Irritation sorgen, verfremdet er doch einen Kernpunkt dieser Geschichte und schadet ihr letztlich. Auch wenn man sicherlich nicht leugnen kann, dass dieser Film durch erlesene und teils fulminante Bilder besticht, schleppt sich doch die Handlung derart langatmig dahin, dass man sich immer wieder fragt, was wohl der große Arthur Schnitzler zu dieser Adaption seines Werks sagen würde. Auch wenn die traumwandlerischen und teilweise psychedelisch anmutenden Szenen wirklich meisterhaft sind, gelingt es dem Film nicht, einen Spannungsbogen aufrecht zu halten, der es dem Zuschauer erlaubt, vollends in die Handlung einzutauchen.
Tom Cruise und Nicole Kidman (zu der Zeit noch ein Ehepaar) machen ihre Sache ganz ordentlich, auch wenn Cruise von Kidman mit ihrem beeindruckenden und eindringlichen Spiel bei weitem überflügelt wird. Doch als Paar wissen die beiden nicht zu überzeugen – die erotischen Szenen wirken kühl und leidenschaftslos und sind ohne jede Intensität gespielt. Auch Sigmund Freuds Idee von der Psychoanalyse, von der der Österreicher Arthur Schnitzler fasziniert war, findet hier nur ansatzweise Beachtung.
Alles in allem ist „Eyes wide shut“ ein für Stanley Kubricks Verhältnisse recht konventioneller Film geworden, der sich den Vorwurf gefallen lassen muss, mit der Romanvorlage eher lieblos umgegangen zu sein.
Wissenswertes
„Eyes wide shut“ ist der letzte Film von Regisseur Stanley Kubrick, der nur wenige Tage nach Fertigstellung im März 1999 starb.
Der Film basiert auf Arthur Schnitzlers 1926 erschienenem Roman „Traumnovelle“ der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Wien spielt.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Musik
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Kommentare
Ziad schreibt am 30.05.08, 14:39
Ich habe den Film zwar erst ab der Stelle gesehen an der Tom Cruise alleine Nachts durch die Straßen läuft. Ich fand den Film alles andere als langweilig, der Film hatte von Anfang an etwas "geheimnisvolles", eine besondere Atmosphäre. William verhält sich meiner Meinung nach so ungewöhnlich und deswegen ist er auch so eine interessante Persönlichkeit. Die Musik zu dem Film war perfekt und hat bei mir Gänsehaut veruracht. Für mich ein genialer Film mit einem ebenso genialen Tom Cruise.

