Der Bulle und das Landei: Babyblues (TV)

Regie Thomas Nennstiel  Drehbuch Markus Hoffmann, Uwe Kossmann  Produzent Beatrice Kramm 
Genre Krimikomödie  Filmlänge 89 min
Land Deutschland, 2011  Verleih SWR

Story

Kommissar Killmer weilt auf einer Fortbildung des BKA Berlin und gibt sich da voll und ganz seiner Leidenschaft hin, die stets im Beweisen seiner sexuellen Anziehungskraft auf das andere Geschlecht endet. Währenddessen ist in Monreal in der beschaulichen Eifel seine Kollegin Polizeiobermeisterin Kati Biver damit beschäftigt, nach dem verschwundenen Bauern Jobst zu suchen. Als Kati den als dickköpfig bekannten Jobst schließlich aufspürt, kommt für den allerdings jede Hilfe zu spät: Er liegt tot in seiner Jauchegrube, ganz offensichtlich ermordet! Denn Jobst hatte sich standhaft geweigert, einen seiner Äcker für den Parkplatz eines geplanten Supermarktes abzugeben. Und es gibt da so einige, denen er damit einen Strich durch ihre ehrgeizigen Pläne gemacht hätte – Bürgermeister Drömmer, der Bauunternehmer und ein ortsansässiger Uhrmacher.
Währenddessen muss Killmer sich mit ganz anderen Problemen herumschlagen, denn Luna, eine seiner zahlreichen Verflossenen, steht plötzlich vor seiner Tür und drückt ihm ein Baby in den Arm, das angeblich von ihm sein soll. Unmissverständlich macht Luna dem fassungslosen Killmer klar, dass es nun an ihm sei, sich für ein paar Tage um Klein-Marlon zu kümmern…

Schauspieler

Der Bulle und das Landei: Babyblues (TV) Uwe Ochsenknecht, Diana Amft, Ulrike Bliefert, Andreas Birkner, Rebecca Hundt, Bernhard Schütz, Axel Pape, Oliver Nägele, Dorkas Kiefer, Tom Vetter, Felix Vetter, Julia Schmitt

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 2 von 5 Ms Der Bulle und das Landei: Babyblues (TV) „Babyblues“ ist der zweite gemeinsame Fall von Kommissar Killmer und seiner Kollegin Kati Biver aus der Reihe „Der Bulle und das Landei“, die vom SWR als „Eifelkrimi“ ins Rennen der immer zahlreicher aus dem Boden schießenden TV-Krimis geschickt wird. Besonders aufregend und innovativ ist dieser zweite Fall des skurrilen Ermittlerduos allerdings nicht, hat man doch ähnlich angelegte Fälle schon dutzendweise gesehen. Ein schrulliger Bauer, der sich weigert, Land für ein ehrgeiziges Großprojekt zu verkaufen und deshalb um die Ecke gebracht wird – das kommt sicherlich so manchem Krimifan mehr als bekannt vor. Auch wenn Krimistoff mit Lokalkolorit sicherlich für viele Zuschauer einen gewissen Reiz mit sich bringt, ist das allein noch lange kein Garant für anspruchsvolle und spannende Unterhaltung. Im Falle von „Babyblues“ kann jedenfalls von Spannung oder gar Anspruch keine Rede sein. Laue Gags und gewollt komische Dialoge wechseln sich mit ermüdenden Ermittlungen der Polizei ab und irgendwann wartet man nur noch sehnsüchtig auf den Abspann.

Uwe Ochsenknecht wird als Frauen verschlingender Kommissar Killmer wieder einmal seinem Image als leicht trotteliger und stets überforderter Macho gerecht, schafft es aber nicht mehr so recht, in dieser Rolle noch wirklich komisch zu sein. Auch Diana Amft als uniformierte Kati Biver wirkt deplaziert und leicht verloren in ihrer Rolle. Weder Drehbuch noch Regie haben sich hier sonderlich mit Ruhm bekleckert, die Story ist mehr als vorhersehbar und der Film lässt wirklich gar kein Provinzklischee aus. Im Vordergrund steht sowieso die ebenfalls Klischee beladene Geschichte um Baby Marlon und die Nöte einer plötzlichen Vaterschaft. Doch auch die damit verbundenen Pointen versanden, und belanglose Szenen werden mit kitschiger Musik unterlegt. Da hilft es dann auch nicht mehr viel, dass der Film in den letzten dreißig Minuten dann doch noch an Tempo gewinnt – denn der ein oder andere Zuschauer wird dann schon friedlich in den Kissen seines Sofas schlafen.



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