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Frankie
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Regie
Fabienne Berthaud
Drehbuch
Fabienne Berthaud
Produzenten
Fabienne Berthaud, Bruno Petit
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 88 min Land Frankreich, 2005 DVD-Start 30.09.2011 Verleih Alamode Film |
Story
Frankie Adams ist schön und jung. Frankie Adams ist Model. Frankie Adams ist in einer Nervenheilanstalt. Frankie hatte einen Nervenzusammenbruch. Die junge Frau hat sich in der harten Welt der High Fashion durchgebissen, hatte Erfolg und ist bei einer der guten Agenturen unter Vertrag. Einer, die sich um ihre Mädchen kümmert. Doch irgendwann ging es nicht mehr. Irgendwann war es zu viel, einfach nur als menschliche Ware begutachtet zu werden, immer das Gefühl zu haben zu dick und oder zu hässlich zu sein. In der Klinik ist es egal wie man aussieht. Hier bekommt Frankie Zeit, um zu sich selbst und zurück in Leben zu finden. Doch kann sie diesen Weg noch gehen?
Schauspieler
Diane Kruger, Jeannick Gravelines, Brigitte Catillon, Christian Wiggert, Jay Alexander, Jean-Louis Place, Gérald Marie, Sylvia Hoeks, Claude Jeangirard, Alexander Schwab
Filmkritik von Melanie Frommholz
Rund um den Erdball träumen kleine Mädchen davon Model zu sein, in der glamourösen Welt der High Fashion mit Stars und angesagten Modeschöpfern auf Du und Du zu sein und ständig schicke Kleider zu tragen. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Mutterseelenallein in fremden, kalten Hotelzimmern, mit niemandem zum Reden oder zum Anlehnen wird es bald hart immer „Everybody’s smiling Darling“ zu sein, immer gut drauf, immer genau so dünn wie der Kunde einen will. So etwas macht eine Seele nur begrenzt mit. Die französische Filmemacherin Fabienne Berthaud hat aus diesem Themenkomplex ihr Langfilmdebüt gemacht. Auch das Drehbuch stammt aus ihrer Feder. Für die Hauptrolle konnte Berthaud Diane Kruger an Bord holen, die den Part der Frankie in all ihrer Zerbrechlichkeit authentisch verkörpert. Fabienne Berthaud ging bei ihrem Debüt ambitioniert zur Sache, machte optisch aus wenig Budget das Beste, dennoch überzeugt das Drehbuch zu wenig, als dass aus dem gut gewählten Thema ein durchweg kraftvoller Film geworden wäre. Die Französin setzt viel auf intuitive Erklärungen, gibt der Handlung nur einen losen roten Faden. Frankies Geschichte springt ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wobei man gerade zu Beginn nicht immer so genau weiß wo man gerade ist. Auch die Bedeutung der Menschen in ihrem Umfeld muss man oft erraten. Wenig Dialoge und ein starker visueller Schwerpunkt sorgen jedoch für die richtige Atmosphäre. Es ist überraschend wie gut es Fabienne Berthaud gelingt das Modelbusiness in wenigen Strichen treffend und authentisch zu skizzieren und den Finger in die neuralgischen Wunden der Branche zu legen. Doch man wird ihrer Stilmittel mit der Zeit immer überdrüssiger, will tiefer in die Geschichte von Frankie eintauchen und nicht nur immer Bruchstücke und Momentaufnahmen. Es macht einen müde, die Erklärungen immer wieder suchen zu müssen beziehungsweise nur mit Andeutungen abgespeist zu werden. Die (nur) 88 Minuten werden gefühlt lang und länger. Zwischen ermüdender Set-Arbeit, Zukunftsängsten und einem schwierigen Verhältnis zur Mutter ist Frankie eine interessante Figur, von der wir aber dann doch nicht genug erfahren, als dass sie uns nah kommen könnte. Fabienne Berthaud verharrt auf einer abstrakten Ebene und vergibt damit die Chance eines einfühlsamen Portraits.
Der Film ist das Langfilmdebüt von Fabienne Berthaud.