Garfield

Filmplakat Garfield
Regie Peter Hewitt  Drehbuch Joel Cohen, Alec Sokolow  Produzent John Davis 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 80 min
Land USA  Kinostart 19.08.2004  DVD-Start 21.03.2005  Verleih 20th Century Fox Germany

Story

Die Katastrophe für den roten, faulen und Lasagne-süchtigen Kater Garfield ist perfekt. Sein Mensch John hat sich einen Hund angeschafft! Zu allem Übel ist Odie auch noch ein richtig netter Hund. Trotzdem versucht Garfield alles, um sein Terrain zu sichern. Als er Odie eines Nachts aus dem Haus aussperrt und der Hund am anderen Morgen spurlos verschwunden ist, hat er dann aber doch ein sehr schlechtes Gewissen. Wie Garfield feststellen muss, ist Odie von einem karrieresüchtigen Fernsehmoderator entführt worden. Und in einer solchen Situation muss ein Kater auch das Unmögliche wagen: Garfield verlässt todesmutig seine Straße und begibt sich auf eine Odie-Rettungsmission.

Schauspieler

Garfield Breckin Meyer, Jennifer Love Hewitt, Stephen Tobolowsky, Evan Arnold, Mark Christopher Lawrence, Vannesse Christelle, Synchronsprecher (englisches Original):, Bill Murray, Nick Cannon, Alan Cumming, David Eigenberg, Brad Garrett, Synchronsprecher:, Thomas Gottschalk, Dorkas Kiefer, Ben

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms Garfield „Es gibt viel zu tun, warten wir es ab!“ Das Motto des roten, faulen Katers Garfield, sein Leben mit seinem Menschen John und das Geplänkel mit seinem Mithaustier, dem Hund Odie, begeisterte als Cartoon Millionen von Menschen. Garfield-Erfinder Jim Davis traf mit dem zynischen Ton seiner Parodie auf das Verhältnis Haustier/Besitzer und so manch anderer Probleme unserer Zeit insbesondere den Nerv meist erwachsener Comic-Fans. In Zeiten neuer technischer Animationsmöglichkeiten lag die Idee nahe dem Kult-Kater auch einen Kinofilm zu widmen, der reale Darsteller mit einbezieht. Das Ergebnis, dass uns Regisseur Peter Hewitt präsentiert und für das Joel Cohen und Alec Sokolow das Drehbuch lieferten, hinterlässt jedoch einen durchwachsenen Gesamteindruck. Positiv überrascht der animierte Garfield. Nach den gesehenen Trailern konnte man hier sehr skeptisch sein, ob das zu den “realen“ Tieren gut passen würde. Doch man muss sagen, Hut ab! Das hat sehr gut geklappt. Einzig die deutsche Stimme von Thomas Gottschalk stört. Er hört sich eben an wie Thomas Gottschalk und das klingt einfach zu sehr nach “Wetten das…?“ als nach Garfield. Ganz klar muss auch gesagt werden, dass die Garfield-Verfilmung ein Kinder- und Familienfilm ist. Nett, aber auch nicht mehr. Obwohl die Katersprüche “knackig“ sind, fehlt doch der zynische Unterton, der die Comics auszeichnet. Auch das Verhältnis Garfield – John wird leider nicht so sehr beleuchtet. Die Macher wollten ganz offensichtlich einen kindgerechten Film abliefern und die lieben Kleinen nicht überfordern. Daher ist auch die Handlung sehr eindimensional geraten. Die eingefleischten erwachsenen Comic-Fans werden daher enttäuscht aus dem Kino kommen.