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Rosemary's Baby
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Regie
Roman Polanski
Drehbuch
Roman Polanski
Produzent
William Castle
Genre Horror-Psychothriller FSK 16 Filmlänge 131 min Land USA Kinostart 17.10.1968 DVD-Start 01.11.2004 Verleih Paramount Pictures |
Story
Das junge Ehepaar Rosemary und Guy Woodhouse bezieht eine geräumige Mietwohnung im Bramford House in New York. Aus Andeutungen entnehmen die beiden, dass dieses Mietshaus in der Vergangenheit Schauplatz mysteriöser Ereignisse war, doch auch die verzweifelt klingende Nachricht einer Vormieterin kann Rosemarys Begeisterung für die wunderschöne Wohnung nicht dämpfen. Erste Schatten fallen auf das junge Glück, als sich Terry, eine Mitbewohnerin, aus dem Fenster stürzt. Auch die etwas aufdringlichen älteren Nachbarn Minnie und Roman Castevett werden Rosemary schnell lästig, ist ihre Fürsorge doch des guten zuviel. Guy hingegen, der ein eher erfolgloser Schauspieler ist, freundet sich mit den Castevetts an und verbringt immer mehr Zeit mit den beiden.
Nach dem Verzehr einer Nachspeise, die Minnie zubereitet hat, wird Rosemary übel und sie verliert das Bewusstsein. Am nächsten Morgen gesteht ihr Guy, dass er mit ihr geschlafen habe und bald schon merkt Rosemary, dass sie schwanger ist. Die anfängliche Freude über die lang ersehnte Schwangerschaft weicht aber bald schon unheilvollen Visionen und heftigsten Schmerzen. Mehr und mehr ergreifen Guy, die Castevetts und der mysteriöse Gynäkologe Dr. Sapierstein Macht über Rosemarys Gedanken und Handlungen…
Schauspieler
Mia Farrow, John Cassavetes, Ruth Gordon, Sidney Blackmer, Maurice Evans, Ralph Bellamy, Victoria Vetri, Patsy Kelly, Elisha Cook Jr., Emmaline Henry, Charles Grodin, Hanna Landy, Phil Leeds, D'Urville Martin
Filmkritik von Stefanie Rufle
Unvergessen ist Mia Farrows Darstellung der immer dünner, blasser und hinfälliger werdenden Rosemary, die zunehmend die Kontrolle über sich und ihr Leben verliert. Allein dafür lohnt es sich für jeden Fan von Psychothrillern schon, „Rosemary’s Baby“ anzusehen. Das Gefühl einer latenten Bedrohung, von drohendem Unheil, zieht sich durch den ganzen Film und wird zusehends stärker und mächtiger. Das im Kontrast zur absolut realistischen New Yorker Umgebung, ist schon ein Geniestreich von Regisseur Roman Polanski, der auch für das OSCAR nominierte Drehbuch verantwortlich ist. Hier paart sich das Mysteriöse mit einer scheinbar rationalen Welt – und inmitten dieses Chaos versucht Rosemary an ihrer normalen Welt festzuhalten, während sie mehr und mehr ins Irrationale hinabstürzt. Polanski gelingt dabei die Meisterleistung, eine großartig spielende und absolut überzeugende Mia Farrow wie mit unsichtbarer Hand zu lenken. Ihr zur Seite steht Ruth Gordon, die für ihre grandiose Darstellung den OSCAR und den Golden Globe als beste Nebendarstellerin erhielt.
Es sind hier nicht die Effekte, die Grauen erzeugen, sondern die sich allmählich einschleichende Gewissheit, dass im Leben eines scheinbar ganz normalen Paares etwas Finsteres und Unausweichliches lauert. Fast unmerklich streut Polanski seine kleinen Hinweise, die sich fest im Bewusstsein des Zuschauers eingraben. Der erlebt die Geschichte aus Rosemarys Perspektive und wird so mehr und mehr in das Furchtbare, was mit ihr geschieht, verwickelt. Dabei belässt es Polanski stets bei Andeutungen, das Grauenvolle wird bis zum Schluss nie wirklich ausgesprochen und es bleibt am Ende die Frage, was Wahn war und was Wirklichkeit.
„Rosemary’s Baby“ ist ein Klassiker des Horrorfilms, der raffiniert mit traditionellem Aberglauben und Wahnvorstellungen spielt – ein Meisterwerk des Grauens!
Wissenswertes
Roman Polanskis Gattin Sharon Tate ist kurz in einer Szene als "Partygast" zu sehen. Ein Jahr später wurde sie Opfer der "Manson Family", als Mitglieder der sektenähnlichen Anhängerschaft von Charles Manson die hochschwangere Tate mit unzähligen Messerstichen brutal ermordeten und Polanski damit Frau und Kind nahmen.
Als "Bramford-Haus" diente das "Dakota-Building" in New York, vor dessen Eingang 1980 John Lennon erschossen wurde. Seit "Rosemary's Baby" durfte im Inneren des Gebäudes kein Film mehr gedreht werden.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Schauspielerin - Drama (Mia Farrow), Beste Musik, Bestes Drehbuch
Gewonnene Golden Globes
Beste Nebendarstellerin (Ruth Gordon)
OSCAR-Nominierungen
Bestes Drehbuch (Adaption)
Gewonnene OSCARs
Beste Nebendarstellerin (Ruth Gordon)
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