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Fahrenheit 9/11
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Regie
Michael Moore
Drehbuch
Michael Moore
Produzenten
Michael Moore, Jim Czarnecki, Kathleen Glynn
Genre Dokumentation FSK 12 Filmlänge 122 min Land USA Kinostart 29.07.2004 DVD-Start 21.10.2004 Verleih Falcom Media/Central |
Story
Der 11. September 2001 erschütterte die Welt und insbesondere Amerika in seinen Grundfesten. Nie hätten die Einwohner im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gedacht, dass ein Terroranschlag solchen Ausmaßes sie treffen würde. Zumindest traf das auf das „gemeine Volk“ zu. Dem Dokumentarfilmer Michael Moore liegen Berichte vor, die zumindest nahe legen, dass bestimmte Kreise der amerikanischen Führung über eine eventuelle Terrorbedrohung besser unterrichtet waren. Ausgehend von den Unregelmäßigkeiten bei der Wahl von Georg W. Bush zum Präsidenten der Vereinigten Staaten beleuchtet der Filmemacher, was die Anschläge des 11. September in der amerikanischen Bevölkerung verursachten, wie die Regierung die Anschläge für ihre Zwecke medial und politisch ausschlachtete und welche Soldaten als „Botschafter“ in den Irak entsendet wurden.
Filmkritik von Melanie Frommholz
Michael Moore hat die Macht der Bilder und deren selbstredende Aussagekraft bei richtiger Kombination erkannt. Der Filmemacher legt gerne - und medial sehr wirksam - den Finger in offene Wunden und noch viel lieber in solche, die die Mächtigen dieser Welt lieber unter dem sprichwörtlichen Teppich wüssten. Seine Waffen: Witz, Selbstironie und Kaltschnäuzigkeit. 2002 für seine kritische Auseinadersetzung mit der Waffenlobby „Bowling for Columbine“ mit dem OSCAR geehrt, konnte er die Ereignisse, die sich in Folge der Anschläge auf das World Trade Center in seiner Heimat abspielten, nicht unkommentiert lassen.
Beginnend mit den „Unstimmigkeiten“ bei der Wahl von Georg W. Bush zum Präsidenten der Vereinigten Staaten macht Michael Moore sich auf seine unnachahmlich provokante Art und Weise auf eine Spurensuche der besonderen Art und hinterfragt Amerikas Rolle bei der Forcierung des „Kampfes gegen den Terror“. Er beginnt die Verbindungen der Familie Bush zur Familie Bin Laden zu hinterfragen und endet bei den Soldaten, die Amerika in den Irak schickte und die nach ihrer Rückkehr hören mussten, dass ihr Präsident eigentlich der Meinung ist, die Versehrtenversorgung und der Armeesold seien zu hoch. Seine Gegner werfen Moore Effekthascherei und eine einseitige Darstellung der Fakten vor. Sicherlich, auch „Fahrenheit 9/11“ ist nicht das, was man gemein hin unter einer ausgewogenen, objektivierenden Dokumentation versteht. Aber egal wie kritisch man Michael Moore und seiner Vorgehensweise auch gegenüber steht, es ist nicht zu leugnen, dass er scheinbar die richtigen und vor allem unbequemen Fragen an die richtigen Leute stellt. Wie sonst ist zu erklären, dass seine Filme immer für mächtigen Wirbel sorgen? Dabei lässt er in diesem Fall über weite Strecken einfach die Bilder und Aussagen für sich sprechen. Auch wenn man die Art, wie er für Aufklärung und Transparenz kämpft nicht ungeteilt gut heißt, sein Engagement und seine Beharrlichkeit sind allen Respekt wert. Wo wäre eine Demokratie, wenn sich nicht auch die unbequemen Leute Gehör verschaffen können?
