Jenseits aller Grenzen

Beyond Borders

Filmplakat Jenseits aller Grenzen
Regie Martin Campbell  Drehbuch Caspian Tredwell-Owen  Produzenten Dan Halsted, Lloyd Phillips 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 127 min
Land USA  Kinostart 26.02.2004  DVD-Start 09.09.2004  Verleih United International Pictures

Story

London, 1984: Sarah Jordan hat vor kurzem erst den Industriellen Henry geheiratet und genießt das Leben der feinen Gesellschaft gerade in vollen Zügen auf einer Party zu Ehren ihres Schwiegervaters, der jahrelang humanitär half, und nun geehrt werden soll. Doch bevor er aufstehen und zum Rednerpult treten kann, stürmt ein schmutziger Mann, unrasiert und einem halb verhungerten Kind an der Hand den Saal, schnappt sich das Mikrophon und hält eine flammende Rede. Sarah ist die einzige im Raum, die er erreicht - und ihr Leben damit von Grund auf ändert...

Schauspieler

Jenseits aller Grenzen Angelina Jolie, Clive Owen, Teri Polo, Linus Roache, Noah Emmerich, Yorick van Wageningen, Timothy West, Kate Trotter, Jonathan Higgins, John Gausden, Isabelle Horler, Keelan Anthony

Filmkritik von Thomas Ays

Jenseits aller Grenzen Regisseur Martin Campbell schafft es, einen Film zu drehen, der zwar nicht unblutig, jedoch grausam realistisch geraten ist. An seiner Seite: Angelina Jolie, die selbst wirklich seit 2001 Sonderbotschafterin des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen, dem UNHCR ist - und genau das ist der Punkt: Sie ist unglaublich echt in ihrer Rolle. Sie sagt: "Der Wendepunkt in meinem Leben kam, als ich einen Menschen direkt vor meinen Augen sterben sah." Da glaubt man dieser Frau doch jedes Wort und nimmt ihr ab, zu dem zu stehen, was sie tut und sagt.
Wieder einmal schade ist die Tatsache, dass „Jenseits aller Grenzen“ nicht massentauglich zu sein scheint und in wenigen Kinos anlief. Warum? Jeder Kriegsschinken wird beworben wo es nur geht, so lange nur genug Menschen sterben und bitte, bitte ein Action-Star zugegen ist und grandios in Szene gesetzt wurde. Nein, grausam ist es, dass es ein solcher Film nicht schafft, die Aufmerksamkeit zu bekommen, die er verdient.
Wir sollten uns vor Augen halten, dass das Gezeigte in diesem Film keine Fiktion, sondern echt ist. Echt - Realität. Wenn wir abends das Licht einschalten, die Heizung aufdrehen und uns auf die Couch kuscheln, stirbt in Afrika ein Baby. Und nicht zwangsläufig an AIDS oder an einer anderen furchtbaren Krankheit, sondern an Hunger. Wie schrecklich ist das?

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