Ali G in da House

Ali G Indahouse

Filmplakat Ali G in da House
Regie Mark Mylod  Drehbuch Dan Mazer, Sacha Baron Cohen  Produzenten Tim Bevan, Eric Fellner, William Green, Dan Mazer 
Genre Komödie  FSK 12  Filmlänge 87 min
Land Grossbritannien  Kinostart 05.09.2002  DVD-Start 15.05.2003  Verleih United International Pictures

Story

In seinen Träumen ist der arbeitlose Ali der Boss einer coolen Gangstergang, die in den Straßen von London den Ton angibt und immer die heißesten Schnitten am Start hat. Doch die Realität sieht anders aus. Hier lebt Ali in einem grauen Stadtteil der englischen Metropole noch in seinem Kinderzimmer bei Omi, und seine einzige Beschäftigung besteht aus Fluchkursen, die er im Jugendzentrum für die Kids gibt. Als das geschlossen werden soll, ist Ali am Boden zerstört und will es unbedingt retten. Da trifft es sich gut, dass der Schatzkanzler Carlton gerade eine fiese Intrige gegen seinen Chef, den Premierminister, plant. Er macht Ali zum Kandidaten für die Unterhauswahlen und will so den Premier bloß stellen. Doch es kommt anders als geplant. Ali nimmt seinen Auftrag sehr ernst und sieht hier die Chance, das Jugendzentrum zu retten. Er gewinnt mit seinen unorthodoxen Methoden, schrillen Outfits und Gangsterslang die Wahl, zieht ins Parlament ein und nicht nur der Premierminister, sondern auch das Volk liebt den schrägen Abgeordneten. Schon bald ist Ali Mitglied des Kabinetts und sieht seinem ersten Staatsempfang entgegen, während die Umfragewerte für den Premierminister in ungeahnte Höhen schnellen.

Schauspieler

Ali G in da House Sacha Baron Cohen, Kellie Bright, Michael Gambon, Charles Dance, Rhona Mitra, Martin Freeman, Barbara New, Gina La Piana, Naomi Campbell, Gisele Bündchen

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Ali G in da House “Sprich zu der Hand, weil das Gesicht hört Dir nicht zu.“ (Ali G)
Der englische Comedian Sacha Baron Cohen ist in seiner Heimat ein umjubelter Star, der mit seiner satirischen TV-Show die Heuchelei der Gesellschaft regelmäßig auf derbe Art und Weise entlarvt. Mit „Ali G in da House“ hat nun eines seiner Alter Egos auch seinen ersten Kinofilm am Start. Der englische Afro mit dem Pseudo-Gangster-Gehabe ist ein schriller Paradiesvogel mit fetter Goldkette, mit dessen Hilfe Cohen nicht nur das aufgesetzte Ghetto-Getue vermeidlicher Biedermänner und Weicheier entlarvt. Besonders die Politik bekommt hier ihr Fett weg. Die Verlogenheit und Heuchelei im Parteienzirkus karikiert Sacha Baron Cohen ohne Rücksicht auf Konventionen. Das birgt den ein oder anderen Lacher und auch mal etwas zum Schmunzeln, größtenteils bewegt sich der Mime jedoch auf dem für ihn typischen Fäkal-Sex-Joke-Terrain, das zum Fremdschämen einlädt und die Regionen unterhalb der Gürtellinie so gut wie nie verlässt. Schmerzfrei nimmt er dabei auch die englische Queen auf die Schippe. Für die einen mag das die Krone der Satire sein – wenn sie es denn als solche erkennen - für den großen Rest ist dieses Niveau über 85 Minuten hart an der Grenze des Erträglichen und auf Dauer schlicht ermüdend. Sacha Baron Cohen ist ganz klar der Mann für diese Grenzregionen. Hier fühlt er sich pudelwohl und lässt dabei keine noch so platte Witzchance ungenutzt vorübergehen. Was als wohldosiertes Stilmittel sicherlich noch amüsant wäre, ist in Spielfilmlänge dann aber nicht mehr komisch, sondern nur noch albern und nervig.



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Kommentare

Hendrik schreibt am 28.02.12, 21:23
Jeder, der diesen Film irgendwie kritisiert, hat den Sinn meiner Meinung nach nicht verstanden. Unsere Gesellschaft verkommt, Ali G stellt ein Abbild dessen dar und ist mit Witzen/lustigen Gags überhäuft. Man kommt regelrecht nicht mehr aus dem Lachen hinaus! Die Story mag etwas eigenwillig/gezwungen wirken, aber die Umsetzung ist grandios! Dieser Film belegt seit 5 Jahren die unangefochtene Spitze meiner Lieblingsfilme und das zu Recht! Ich will niemandem vorschreiben, diesen Film zu gucken, aber wer es nicht tut verpasst eindeutig etwas! Er ist nicht anspruchsvoll, nicht emotionslastig... Aber wer sich darauf einlässt wird verstehen, was ich an diesem Film schätze. Also: Bleibt klar Leute!
mark schreibt am 12.06.09, 12:26
Du kennst den Film nicht - dann weiß ich was du heute noch unbedingt machen musst! Schau dir diesen Kracher an! Restepke! Gute Nacht liebe Filmfreunde!
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