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Beauty
Skoonheid
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Regie
Oliver Hermanus
Drehbuch
Oliver Hermanus, Didier Costet
Produzent
Didier Costet
Genre Drama (Gay) FSK 16 Filmlänge 99 min Land Südafrika, Frankreich, 2011 Kinostart 08.03.2012 DVD-Start 20.04.2012 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Der Familienvater François van Heerden lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Bloemfontein, Südafrika. Gerade hat seine älteste Tochter geheiratet und genau hier, an diesem Tag, setzt das Schicksal an, ihn aus der Bahn zu werfen. Denn auch Christian ist an dieser Feier und der junge Mann stellt alles in Frage, an das François immer (oder zumindest öffentlich) geglaubt hat. Christian weckt in ihm etwas, das er gelernt hat zu verstecken, zu verbergen. Wenn das aus ihm herausbricht, könnte es für alle Beteiligten mehr als nur übel enden...
Schauspieler
Charlie Keegan, Deon Lotz, Albert Maritz, Roeline Daneel, Sue Diepeveen, Michelle Scott
Filmkritik von Thomas Ays
Oliver Hermanus' kritische Auseinandersetzung, was geschieht, wenn man seine Sexualität nicht lebt, hat sehr gute, aber auch sehr schlechte Seiten.
Der Filmemacher besetzte seine beiden Hauptrollen exzellent. Deon Lotz als verzweifelter François macht seine Sache durchweg glaubhaft und Charlie Keegan als junger Christian ist faszinierend in seiner Erscheinung. Kein Wunder, schließlich modelt diese dunkelhaarige Schönheit schon eine ganze Weile. Auch im Schauspielbereich scheint er eine Passion gefunden zu haben, die ihm liegt und die zu ihm passt - zumindest, was diese Rolle angeht.
Dennoch ist aus Oliver Hermanus' Drama kein sehenswertes Stück homosexueller Film geworden. Die Kameraeinstellungen sollen zum Nachdenken anregen, dennoch bleiben die Einstellungen viel, viel zu lange auf einem Fleck stehen, die interaktiven Szenen, in denen man die Protagonisten zwar sieht, wie sie sprechen, dabei aber nicht hört was sie sagen, tragen eben auch nicht dazu bei, dass "Beauty" kurzweiliger wird. Auch geschichtlich lässt Hermanus viel zu viel im Dunkeln. Der Zuschauer soll wohl eigene Interpretationen anstellen, gut und schön. Nur sollte die Geschichte dann auch so gestrickt sein, dass sie Raum für Interpretationen und nicht für Spekulationen lässt. Die Taten, die François beispielsweise an einer Stelle im Film begeht: Sind sie echt? Oder bildet er sie sich nur ein? Wozu hebt er sein ganzes Geld gen Schluss ab und wohin fährt er als der Abspann zu laufen beginnt? Fragen über Fragen. Dabei schafft es "Beauty" nicht, dass man sich anschließend die Mühe machen will, sie zu beantworten.
"Beauty" ist das zweite Filmprojekt von Oliver Hermanus. 