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Der schmale Grat
The Thin Red Line
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Regie
Terrence Malick
Drehbuch
Terrence Malick
Produzenten
Robert Michael Geisler, Grant Hill, John Roberdeau
Genre Kriegs-Drama FSK 16 Filmlänge 170 min Land USA Kinostart 25.02.1999 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
1942, Guadalcanal: Hier liefern sich amerikanische Truppen und Japaner einen erbitternden Kampf um die Herrschaft im Südpazifik. Doch viele Männer kämpfen ihren eigenen Krieg, in ihren Köpfen...
Schauspieler
Ben Chaplin, James Caviezel, Sean Penn, Adrien Brody, George Clooney, Elias Koteas, Woody Harrelson, John Cusack, Nick Nolte, Nick Stahl, Donal Logue, John Travolta, John Savage, Mark Boone Junior, Norman Patrick Brown
Filmkritik von Thomas Ays
"Der schmale Grat" hat eine großartige Besetzung vorzuweisen. Alle Darsteller sind grandios in ihren Rollen und überzeugen vor allem durch Mimik und Gestik. Ein Kriegs-Drama, das zwar Härte zeigt, sie aber nie ausnutzt, um zu beeindrucken. Aber: es ist nun mal ein mit 170 Minuten langer Kriegsfilm, und dieses Genre sollte man mögen, wenn man sich entschließt, ihn sich anzusehen.
"Durch den Krieg werden die Menschen nicht edler, sie werden zu Hunden!": Eines der vielen, wirklich guten Zitate des Films.
Bewertungen
| Thomas Ays | ![]() |
Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt, Beste Kamera, Bester Ton, Bestes Drehbuch (Adaption), Beste Musik
| Besucherbewertung |
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Kommentare
Koly schreibt am 26.05.09, 10:34
Also unter einem guten Kriegsfilm verstehe ich was anderes! Nichts als abgedroschener amerikanischer Patriotismus! Gegen die Schauspieler ist nichst zu sagen aber die Aufmachung des Films ist weit weg von einer realistischen und distanzierten Sichtweise. Alleine die tranfunselige Musikuntermalung und schwülstigen Dialoge sind zum brechen! Ich denke, wer sich für das Thema interessiert sollte zum Vergleich einige Klassiker des Antikriegsfilms sehen (Die Brücke, im Westen nichts Neues und Apocalypse Now)und dann einen Vergleich ziehen. Meiner Meinung nach kann dieser Film im Vergleich dazu nicht mehr als ein müdes Lächeln hervorbringen.
Dee schreibt am 19.03.07, 15:00
Ein einzigartiges Filmerlebnis. "Der Schmale Grat" zählt zu meinen Lieblingsfilmen, und ist, meiner Meinung nach, der größte Kriegsfilm aller Zeiten. Darunter werden hier sehr viele Weisheiten ausgesprochen. Hammer Schauspieler. Hammer Film. Ergibt: Bombe!
Tatare schreibt am 15.01.10, 02:46
Der mit großen Abstand intelligenteste und beste Film, der jemals gedreht wurde. Kein bischen kommerziell! Kein bischen gehypt, nicht mal vom Regisseur selbst! Kein bischen Mainstream Hollywood! Ein Film für Intellektuelle. Apocalypse Now zähle ich ebenfalls zu einem genialen Film, aber er kratzt nicht mal annähernd an der Oberfläche dieses Meisterwerks! Der Film hat nur ein Problem: Er ist schwer konsumierbar. Malick verlangt mündige Zuschauer. Desweiteren ist der Film stark pantheistisch. Pantheismus ist philosophischer Theismus und genau das ist dieser Film. Genial wie das Kriegsgeschehen mit der gesammten Natur(menschlicher Natur mit eingeschlossen) hinterfragt. Wärend andere Filme an sich "nur" den Krieg hinterfragen, hinterfragt dieser Film woher eigentlich das Verlangen danach kommt. Genialer geht es nicht. Alleine die Szene, in der Witts Mutter sterbend im Bett liegt mit den Vögeln im Käfig; Witts schlagende Herz und die tickende Uhr, ist wohl das Genialste, was jemals ein Regisseur auf die Leinwand brachte. Malick schaffte es ohne einer Form von Dialog, Monolog oder Konversation, mit reinen Bilder das Leben im Kontrast darzustellen. Die sterbende Mutter im Kontrast zu den gefangenen Vögel. Witts Herzschlag im Kontrast zur tickenden Uhr. Dieser Film ist Poesie in Bildern. Wenn ich dann schon höre, dass er patriotisch ist, lache ich mich sowas von kaputt. In den Film gibts es keine glorifizierten Amerikaner oder Japaner, sondern nur Menschen, die mit ihren Ängsten kämpfen. Es wird nicht wie in Saving Private Ryan eine amerikanische Flagge eingeblendet. Kein Soldat labbert auch irgendwas patriotisches, sondern ist eher mit seinen Ängsten beschäftigt. Jemand, der tatsächlich sagt, dass dieser Film patriotisch ist, hat den Film ganz einfach nicht gesehen. Als man dem Pentagon das Drehbuch vorlag, lehnten sie eine Unterstützung des Filmes mit Uniformen u.Ä. ab, anders bei Private Ryan und auch Apocalypse Now! Warum lehnten sie wohl ab? Zu viel Patriotismus? Da lache ich mich tot, wer das tatsächlich noch behauptet. Dieser Antikriegsfilm ist der mit Abstand parzifistischte. Ich schlage jedoch Jedem vor, der sich den Film ansieht, dass er sich davor über Pantheismus beschäftigt!



