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Die vierte Macht

Filmplakat Die vierte Macht
Regie Dennis Gansel  Drehbuch Dennis Gansel  Produzenten Thomas Friedl, Nina Maag 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 110 min
Land Deutschland, 2011  Kinostart 08.03.2012  DVD-Start 13.09.2012  Blu-ray-Start 13.09.2012  Verleih Universal Pictures

Story

Der Berliner Szenejournalist Paul Jensen soll in Moskau einem russischen Boulevard-Magazin dabei helfen, wieder frischen Wind in die Segel zu bekommen. Paul ist ein begnadeter und erfolgreicher Journalist, der dem Magazin schnell zu neuem Glanz und höherer Auflage verhilft. Erst als er die schöne Katja in Moskau kennen und auch lieben lernt, gestaltet sich sein Aufenthalt in Russland schwieriger. Katja bringt Paul dazu, einen politisch motivierten Nachruf zu veröffentlichen, was für Paul schwere und bis dahin ungeahnte Folgen hat: nachdem er dabei zusehen musste, wie Katja bei einem Bombenanschlag ums Leben kommt, wird er kurze Zeit später des Terrorismus bezichtigt und landet in einem russischen Gefängnis. Eine Verhandlung wird ihm in sechs bis sieben Monaten in Aussicht gestellt! Keine all zu rosigen Aussichten; schon gar nicht in Anbetracht der Tatsache, dass Paul unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten wird…

Schauspieler

Die vierte Macht Moritz Bleibtreu, Kasia Smutniak, Mark Ivanir, Max Riemelt, Rade Serbedzija, Stipe Erceg, Reiner Schöne, Cosima Shaw, Michael Ihnow, Alexander Yassin, Merab Ninidze, Marco Ammer, Jean Denis Römer, Paulina Bachmann, Nathalie Griffin, Alexandra Starnitzky

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Die vierte Macht Spätestens seit „Die Welle“ wird Dennis Gansel als einer der talentiertesten und erfolgreichsten Regisseure Deutschlands gehandelt. Obwohl bei „Wir sind die Nacht“ 2010 die Meinungen stark auseinandergingen, machte er mit der Inszenierung des Vampirfilms doch deutlich, dass er bereit und gewillt ist mit seinen Filmen hohe Maßstäbe zu setzen – auch in Deutschland. Mit seinem Polit-Thriller „Die vierte Macht“ setzt er die Messlatte erneut sehr hoch an und bringt damit auch 2012 einen Film heraus, der den internationalen Vergleich, zumindest auf europäischer Ebene, nicht scheuen muss.
Rein optisch kann Dennis Gansels Thriller jedenfalls mit Produktionen aus starken europäischen Filmnationen wie Großbritannien oder Frankreich leicht mithalten. Hochhäuser stürzen ein und Bomben explodieren in U-Bahnschächten ohne dass das je gestellt aussieht. Der den Bildern übergestülpte düstere Filter lässt zudem, ohne störend zu wirken, eine dem Film angepasste dichte Atmosphäre vor der Leinwand entstehen. „Die vierte Macht“ kann jedoch nicht nur inszenatorisch und optisch glänzen, sondern bietet zudem ein Drehbuch, wie man es Deutschland als Filmnation schon kaum mehr zugetraut hatte. Rasant schreitet der Thriller voran und steuert ohne großartige Längen oder Logiklöcher auf ein überraschendes Ende zu. Tatsächlich vollführt Gansel innerhalb seiner Storyline ein paar unvorhergesehene Wendungen, die den Zuschauer nicht nur verblüffen, sondern auch gehörig mitfiebern lassen. „Die vierte Macht“ gestaltet sich daher schnell als spannender Polit-Thriller, der mit vielen Qualitäten punktet und damit zu überzeugendem Mainstreamkino wird, wie wir es aus Eigenproduktionen in Deutschland nur ganz selten geboten bekommen.
Etwas enttäuschend ist letztlich nur die deutsche Synchronisation. Da „Die vierte Macht“ auf Englisch gedreht wurde, musste der Film im Nachgang für die deutschen Kinos synchronisiert werden – was vor allem Moritz Bleibtreu und der Glaubhaftigkeit seiner Figur überhaupt nicht zu Gute kommt. So scheint es ratsam zu sein sich „Die viert Macht“ auf Englisch anzusehen. Schade, denn genau darauf will man bei nationalen Produktionen doch eigentlich verzichten ohne große Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen.

Wissenswertes

Die vierte Macht Gedreht wurde in Berlin, Moskau und in Kiew, das in vielen Szenen als Kulisse für Russlands Hauptstadt dient.



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Kommentare

retert schreibt am 14.03.12, 18:41
Der Film hat einige Lägen und teilweise wirk er auch sehr laienhaft. Ein schlechtes Beispiel für einen "guten deutschen Film". Auch die inszenierte Spannung kommt nicht ganz echt rüber.
Außerdem: 4 Sterne sind noch gut übertrieben!
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