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Mio, mein Mio
Mio, min Mio
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Regie
Wladimir Grammatikow
Drehbuch
William Aldridge
Produzent
Ingemar Ejve
Genre Fantasy FSK 6 Filmlänge 99 min Land Schweden, UdSSR, Norwegen Kinostart 13.03.1988 DVD-Start 16.11.2004 Verleih Kinowelt |
Story
Waisenjunge Bosse lebt bei seinen Stiefeltern und sehnt sich danach eine echten Familie zu haben. Bosses Mutter ist bei seiner Geburt gestorben und seinen Vater hat er nie kennen gelernt. Insgeheim ist er fest davon überzeugt, dass dieser noch lebt. Und tatsächlich weist ihm eines Tages die nette Ladenbesitzerin Frau Lundin den Weg in das geheimnisvolle „Land der Ferne“, wo sein Vater als guter König regiert. Bosse, der nun erfährt, dass er eigentlich Mio heißt, ist überglücklich endlich ein echtes Zuhause zu haben. Zusammen mit Jum-Jum, seinem besten Freund, erkundet er die Insel der grünen Wiesen. Doch dunkle Schatten bedrohen das friedliche Leben der Einwohner. Der finstere Ritter Kato raubt seit Jahren die Kinder aus dem Land der Ferne und bringt sie in das Land Außerhalb. Hier verwandelt er sie in Raben oder ersetzt ihre Herzen durch Steine. Es ist Mio und Jum-Jum prophezeit, dass sie Kato stellen müssen und so machen sich die beiden Freunde auf die gefährliche Reise.
Schauspieler
Nicholas Pichard, Christian Bale, Christopher Lee, Timothy Bottoms, Susannah York, Sverre Anker Ousdal, Igor Yasulovich, Gunilla Nyroos, Linn Stokke, Stig Engström, Geoffrey Staines
Filmkritik von Melanie Frommholz
Die Geschichten von Astrid Lindgren verzaubern seit jeher die Herzen der kleinen Leser und auch in bewegten Bildern folgt man den kindlichen Helden, die hier für das Gute kämpfen, gerne. Sei es nun Ronja, die Räubertochter, die Brüder Löwenherz oder der freche Karlsson von Dach – Sie alle sind fester Bestandteil unserer Kindheit. Auch das Abenteuer von Mio und seinem Freund Jum-Jum stammt aus der Gedankenwelt der Schwedin und wurde 1987 aufwändig und mit Starbesetzung verfilmt. Die Geschichte handelt wie so oft bei Lindgren von wahrem Mut, dem Wert der Freundschaft und dem Wunsch das Richtige zu tun. Der junge Nicholas Pickard, der hier seine erste Rolle übernahm, macht dabei seine Sache erstaunlich gut als Mio. An seiner Seite ist ein Christian Bale zu sehen, der ihm trotz des kleineren Parts in nichts nachsteht. Als Bösewicht darf Christopher Lee das tun, was er am besten kann: den diabolischen Fiesling geben. Sein stechender Blick ist einfach ohnegleichen. Die Effekte mit denen Mios Abenteuer aufgepeppt wurden, verleihen der Atmosphäre den richtigen fantastischen Touch, auch wenn sie aus heutiger Sicht natürlich etwas angestaubt wirken. Auch wenn die Optik die Zeit nicht unbeschadet überdauert hat, die Kernaussage von Mios Geschichte ist zeitlos, was den Film auch heute noch zu sehenswerter Kinderunterhaltung macht.
Der damals 13jährigen Christian Bale ist hier in einer seiner ersten Rollen zu sehen.


