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Verschwende deine Jugend
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Regie
Benjamin Quabeck
Drehbuch
Kathrin Richter, Ralf Hertwig
Produzenten
Jakob Claussen, Thomas Wöbke
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 101 min Land Deutschland Kinostart 03.07.2003 DVD-Start 04.03.2004 Verleih Constantin Film |
Story
Banklehrling Harry Pritzel ist in seiner Freizeit Manager der Hinterhof-Combo seines Freundes Vince, "Apollo Schwabing“. Doch zu mehr als drittklassigen Gigs konnte Harry der Münchner Nachwuchsband bisher nicht verhelfen. Nach einem Streit mit Vince, bei dem Harry so gut wie gefeuert wurde, kommt ihm die zündende Idee. Nicht kleckern, sondern klotzen. Warum nicht den Zirkus Krone mieten und ein richtig geniales Konzert organisieren. Mit der IN-Band D.A.F. als Headliner und Apollo Schwabing als Vorgruppe. Damit wäre der Durchbruch geschafft und auch der arrogante Musikjournalist der „Sounds“ müsste mal etwas Positives schreiben. Gesagt, getan! Harry macht sich an die Arbeit und ist bald in der Realität angekommen. Die besteht aus Rechnungen, Rechnungen, Rechnungen und der Tatsache, dass D.A.F. seit kurzem keine Konzerte mehr gibt…
Schauspieler
Tom Schilling, Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Marlon Kittel, Nadja Bobyleva, Christian Ulmen, Denis Moschitto, Josef Heynert, Nina Asseng, Dieter Landuris
Filmkritik von Melanie Frommholz
Ach, was waren das noch für Zeiten in den guten alten 1980er Jahren. Als wir noch die D-Mark hatten und die Schellackplatte noch nicht von der CD als Tonträger Nr. 1 verdrängt war. "Verschwende Deine Jugend“ spielt zu Beginn der Neuen Deutschen Welle und die Musik dieser Zeit ist damit ein wichtiges Stilmittel des Films. Für Anti-NDW-Hörer, nicht gerade ein Grund zum weiterschauen. Doch die Geschichte, um den krampfhaft um Professionalität bemühten und doch völlig überforderten Harry "hat was". Vor allem gute Darsteller und Situationskomik. Der Funke springt dennoch nicht ganz über, was sicherlich daran liegt dass sich die beiden Drehbuchautoren Ralf Hertwig und Kathrin Richter nie ganz entscheiden konnten, ob sie nun eine Komödie oder ein Drama erzählen wollten. Die Geschichte braucht entschieden zu lange, um in Fahrt zu kommen und dümpelt zu lange vor sich hin, bevor sie in der zweiten Hälfte dann endlich den Schwung und die Dynamik bekommt, die sie von Anfang an benötigt hätte. „Verschwende Deine Jugend“ ist sicherlich keine Zeitverschwendung, aber mangels Dynamik auch keine absolute Rakete.
