Jersey Girl

Filmplakat Jersey Girl
Regie Kevin Smith  Drehbuch Kevin Smith  Produzent Scott Mosier 
Genre Tragik-Komödie  FSK Filmlänge 103 min
Land USA  Kinostart 06.01.2005  DVD-Start 12.05.2005  Verleih Buena Vista International

Story

Das Leben des PR-Managers Ollie Trinké sieht rundum perfekt aus: Er hat einen tollen Job und seine wunderschöne Frau Gertrude steht kurz vor der Geburt des ersten gemeinsamen Kindes. Doch dann schlägt das Schicksal unerbittlich zu – Gertrude stirbt bei der Entbindung und plötzlich steht Ollie allein da mit einem Säugling, der kleinen Gertie. Ollies Leben gerät komplett aus den Fugen – er verliert seinen Job und ist gezwungen, mit Gertie zu seinem Dad nach New Jersey zu ziehen. Allmählich mutiert er vom erfolgsverwöhnten Yuppie zu einem liebevollen Vater, dem Töchterchen Gertie das wichtigste im Leben ist. Doch der Job bei der Stadtreinigung ist nicht gerade die Erfüllung für den ehemaligen PR-Manager, weshalb er sich regelmäßig in New York zu Vorstellungsgesprächen einfindet – immer ohne Erfolg.
Als er sich mit Gertie Videos für einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher ausleiht, lernt er dort die Studentin Maya kennen, die ihn mit ihrer Unbekümmertheit allmählich für sich gewinnt. Doch so ganz möchte sich Ollie mit dem ländlichen Leben in New Jersey noch nicht abfinden…

Schauspieler

Jersey Girl Ben Affleck, Liv Tyler, George Carlin, Stephen Root, Raquel Castro, Jason Biggs, Jennifer Lopez, Paulie Litowsky, Jennifer Schwalbach, Matthew Cloran, Jason Lee, Matt Damon, Will Smith

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 4 von 5 Ms Jersey Girl Auch wenn „Jersey Girl“ eine etwas konventionelle Geschichte über einen allein erziehenden Vater erzählt, der den frühen Tod seiner Frau nicht verkraften kann, sind es vor allem die witzigen Szenen, die diese Komödie ausmachen. Der immer wieder vorherrschende sentimentale Unterton wird regelmäßig durch lebensnahe und urkomische Dialoge unterbrochen, die das Zwerchfell arg strapazieren. Sei es nun die doch etwas unkonventionelle Schulaufführung des blutigen Musicals „Sweeny Todd“ oder die Szene, in der Ollie sich heimlich einen Porno ausleihen möchte und deswegen von der Frau hinter dem Ausleihschalter zur Rede gestellt wird – hier kommt immer wieder das sichere Gespür für Situationskomik von Regisseur Kevin Smith zum Vorschein. Gerade in diesen Szenen wird der Kontrast zur eigentlichen Rahmenhandlung deutlich, die manchmal arg kitschig geraten ist.

Vor allem mit seinem männlichen Hauptdarsteller Ben Affleck bewies Smith leider kein sonderlich sicheres Händchen. Besonders in den emotionalen Szenen des Films ist der Mime sichtlich überfordert, was vor allem im Kontrast zur pfiffigen und überzeugenden Raquel Castro steht, die die kleinen Gertie darstellt. Kein Wunder also, dass Affleck für die Goldenen Himbeere als schlechtester Hauptdarsteller nominiert war, wohingegen Castro den Young Artist Award als Beste Filmschauspielerin unter zehn Jahren gewann. Auch Jennifer Lopez’ zum Glück sehr kurzer Auftritt als Ollies Ehefrau verdient keine besondere Erwähnung – sie wurde dafür ebenfalls für eine Goldene Himbeere nominiert. Liv Tyler sorgt hingegen als rotzfreche Maya, die Ollie kurzerhand einen zwanglosen One-Night-Stand anbietet, für mächtig gute Laune.
So ist „Jersey Girl“ unterm Strich eine zwar leicht kitschige, aber dennoch sehenswerte Tragikkomödie, die vor allem mit ihren witzigen und manchmal etwas bizarren Dialogen überzeugen kann.



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