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Hair
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Regie
Milos Forman
Drehbuch
Michael Weller
Produzenten
Michael Butler, Lester Persky
Genre Musical FSK 6 Filmlänge 121 min Land USA Kinostart 12.07.1979 DVD-Start 01.08.2005 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Claude Hooper Bukowski bleiben noch zwei Tage bis er in die Armee eingezogen wird und nach Vietnam muss. Das Landei aus Oklahoma will die Zeit nutzen und sich noch einmal die Großstadt New York anschauen. Kaum angekommen, trifft Claude im Park auf den Hippie George Berger und dessen Freunde Jeannie, Hud und Woof. Die Truppe lebt die maximale Freiheit, lässt sich durch den Tag treiben, genießt Drogen und lehnt sich gegen die gängigen Konventionen auf. Berger lädt Claude ein, die Zeit mit ihnen zu verbringen und die ungleichen jungen Männer freunden sich an. Berger versucht Claude von seinen Militärplänen abzubringen und zeigt ihm die schönen Seiten der „Make Love - Not War“-Philosophie. Der Spießbürger verliebt sich die schöne Sheila, Tochter aus reichem Hause, und taucht ab in Tiefen der Flower-Power-Bewegung. Doch die Zeit neigt sich schnell dem Ende und Claude muss sich entscheiden, ob er tatsächlich für sein Land in den Krieg ziehen will.
Schauspieler
John Savage, Treat Williams, Beverly D'Angelo, Annie Golden, Dorsey Wright, Don Dacus, Cheryl Barnes, Richard Bright, Nicholas Ray, Charlotte Rae, Miles Chapin
Filmkritik von Melanie Frommholz
Das Musical „Hair“ wurde 1968 am Broadway uraufgeführt und begann dort seinen Siegeszug rund um den Erdball. Noch heute gehört das Stück zu den bekanntesten und erfolgreichen Musical-Produktionen und die Musik von Galt MacDermot ist unvergessen. „Hair“ zeigt das Lebensgefühl einer sich veränderten US-Gesellschaft in den späten 60er Jahren. Die Jugend lehnt sich gegen eine autoritäre Elterngeneration auf, stellte den Sinn des Vietnamkriegs lautstark in Frage und propagiert den Pazifismus. Außerdem treibt das Thema Rassismus die Menschen um. Die Flower-Power-Bewegung mit ihrem Ruf nach freier Liebe und dem liberalen Umgang mit Drogen wird zum Sammelbecken für die Unzufriedenen. Filmemacher Milos Forman nahm sich 1979 des Musicals filmisch an und brachte den Stoff auf die Leinwände. Auch wenn er sich dabei nicht eins zu eins an die Bühnenversion hält, ist ihm eine gelungene Adaption geglückt, die von der mitreißenden Musik und den bunten, teils auch schrillen Bildern lebt. Forman fängt die Atmosphäre dieser ereignisreichen Zeit glaubwürdig ein und zeigt seine vielen Facetten. Der Filmemacher lässt jedoch die Chance einer darüber hinausgehenden weiteren Zuspitzung oft an sich vorüberziehen. Das Medium Film hätte hier doch noch mehr Möglichkeiten geboten den Kern der Dinge zu beleuchten und herauszuarbeiten. Milos Forman bleibt bei der szenischen Struktur eines Bühnestückes und konzentriert sich mehr auf die gelungene Inszenierung schwungvoller und bunter Tanz- und Gesangseinlagen. Charismatischer Mittelpunkt ist dabei Treat Williams als Hippie George Berger, der den überzeugenden Cast anführt.
„Hair“ wird unter der Regie von Milos Forman zu einem unterhaltsamen und mitreißenden Musicalfilm, der den Zeitgeist der späten 60er Jahre widerspiegelt, den Dingen jedoch nicht in letzter Konsequenz auf den Grund geht.
"Hair" ist die Verfilmung des gleichnamigen Musicals.
