Kinotipp!
Drachenzähmen leicht gemacht 2 - ab 24. Juli im Kino

 

Shining

The Shining

Filmplakat Shining
Regie Stanley Kubrick  Drehbuch Stanley Kubrick, Diane Johnson  Produzent Stanley Kubrick 
Genre Psycho-Thriller  FSK 16  Filmlänge 119 min
Land Großbritannien  Kinostart 16.10.1980  DVD-Start 23.08.2001  Blu-ray-Start 06.12.2007  Verleih Warner Bros. Pictures

Story

Der Schriftsteller Jack Torrance macht sich zusammen mit seiner Frau Wendy und dem kleinen Sohn Danny auf den Weg ins einsam gelegene Overlook-Hotel. Jack übernimmt den Winter über den Job des Hausmeisters des in den Bergen von Colorado gelegenen Hotels. Den ganzen Winter über wird sich die kleine Familie allein in der verschneiten Einsamkeit um das riesige Hotel kümmern und Jack hofft, hier seine Schreibblockade zu überwinden und endlich mit seinem neuen Buch voranzukommen. Vom Hotelmanager hat Jack erfahren, dass ein früherer Hausmeister des Hotels seine gesamte Familie brutal ermordet hat, lässt sich davon aber nicht ins Bockshorn jagen.

Kaum am neuen Arbeitsplatz angekommen zeigt sich, dass Jack mehr und mehr in den Bann dieses seltsamen Ortes gezogen wird. Seine vorher nur latent spürbare Gereiztheit und Aggressivität der Familie gegenüber tritt immer deutlicher zutage. Auch Danny bekommt die seltsamen Kräfte des Hotels zu spüren. Durch seine telepathischen Fähigkeiten sieht er Personen, die im Hotel zu Tode gekommen sind und gerät dadurch in große Gefahr. Fast scheint es so, als würde ein schrecklicher Fluch auf dem Overlook-Hotel liegt, der Jack Torrance allmählich in den Wahnsinn treibt.

Schauspieler

Shining Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Barry Nelson, Philip Stone, Joe Turkel, Barry Dennen, Lisa Burns

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 6 von 5 Ms Shining Schon der Einstieg dieser Adaption des gleichnamigen Romans von Stephen King macht dem Zuschauer deutlich, dass ihn hier kein harmloser Spaziergang erwartet. Die rasante Kamerafahrt folgt Jack Torrance in seinem Wagen durch die Bergwelt zum Overlook-Hotel, eine Szene, die vor allem auch durch die eindringliche Musik zugleich illusionär und bedrohlich wirkt. Es gelingt Ausnahmeregisseur Stanley Kubrick den ganzen Film über, diese atemberaubende Atmosphäre beizubehalten. Die grandiose Kameraführung unterstützt diese beklemmende und unheimliche Wirkung von „Shining“ noch zusätzlich. Vor allem die Szenen, in denen der kleine Danny mit seinem Kettcar durch die endlos wirkenden und klaustrophobischen Gänge des Overlook-Hotels fährt und ihm der Zuschauer dabei quasi über die Schulter schaut, lassen einem Angstschauer über den Körper jagen. Dabei ist „Shining“ alles andere, als ein typischer Horrorfilm, fehlen doch blutüberströmte Gestalten oder andere melodramatische Horroreffekte gänzlich. Vielmehr sind es die Visionen, die im Kopf des Zuschauers entstehen, ausgelöst durch die beklemmende Filmmusik und die klaustrophobischen Aufnahmen.

Doch all diese zugegeben wichtigen Komponenten wären nichts ohne die großartige darstellerische Leistung von Jack Nicholson. Er ist in der Rolle des Jack Torrance derart überzeugend, dass ihm der Wahnsinn förmlich ins Gesicht geschrieben steht. Nichts und niemand hat seinem Spiel etwas entgegenzusetzen was bewirkt, dass vor allem Shelley Duvall als seine eingeschüchterte Filmfrau, neben ihm völlig blass erscheint. Ihr hysterisches Spiel wirkt vor allem in den gemeinsamen Szenen mit Nicholson oftmals fast schon übertrieben. Wenn Nicholson aber in der völlig ausgestorbenen Lounge mit dem Barkeeper Lloyd spricht oder Wendy bedroht, als sie heimlich sein Manuskript liest, wird deutlich, welches Format dieser großartige Schauspieler hat.
„Shining“ ist ein grandios gemachter und hervorragend gespielter Psycho-Thriller, der mit Illusion und Wahrheit, mit Wahn und Suggestion spielt und die Abgründe aufzeigt, die sich jenseits des gesunden Menschenverstandes auftun. Ein unvergessenes Meisterwerk und ein Meilenstein der Filmgeschichte!

Wissenswertes

Shining Autor Stephen King war mit Stanley Kubricks Verfilmung offenbar nicht sonderlich zufrieden, da Kubrick andere Schwerpunkte setzte, als die literarische Vorlage. Vor allem die Vorgeschichte von Jack Torrance wurde weitestgehend ausgeblendet, und King war der Meinung, dass durch Nicholsons Spiel die eigentliche Hauptfigur, das Hotel, in den Hintergrund gedrängt wurde.
1997 wurde der Roman unter der Leitung von Stephen King in der vierteiligen TV-Serie „The Shining“ erneut verfilmt und ist damit die einzige von Stephen King autorisierte Fassung.
Die Szene, in der Wendy und Danny ins Badezimmer flüchten, während Jack sie mit einer Axt verfolgt, musste nach Kubricks Aussage 127mal gedreht werden und steht damit als die am meisten wiederholte Szene in der Geschichte des Filmdrehs im Guinness-Buch der Rekorde.
Danny Lloyd, der Darsteller von Danny, war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten erst sechs Jahre alt und wusste jahrelang nicht, dass er in einem Horrorfilm mitgespielt hatte, da das Team ihn vom Thema des Films fernhielt.
Bei den Razzie Awards wurde „Shining“ gleich zweimal nominiert: für den schlechtesten Regisseur (Stanley Kubrick) und die schlechteste Darstellerin (Shelley Duvall).

Stephen King-Verfilmungen auf Moviesection.de:
Carrie - Des Satans jüngste Tochter (1976)
Shining (1980)
Kinder des Zorns (1984)
Der Feuerteufel (1984)
Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers (1986)
Running Man (1987)
Friedhof der Kuscheltiere (1989)
Es (1990)
Schlafwandler (1992)
Das Monstrum - Tommyknockers (1993)
Needful Things - In einer kleinen Stadt (1993)
The Stand (1994)
Die Verurteilten (1994)
Dolores (1995)
Der Musterschüler (1998)
The Green Mile (1999)
Hearts in Atlantis (2001)
Haus der Verdammnis (2002)
Dreamcatcher (2003)
Das geheime Fenster (2003)
Riding the Bullet (2004)
Desperation (2006)
Zimmer 1408 (2007)
Der Nebel (2007)
Bag of Bones (2011)
Carrie (2013)



Besucherbewertung
4.1 / 5  (44 votes)

Kommentare

Mike schreibt am 07.01.10, 18:06
Und der nächste Geniestreich von Kubrick.

Selten wurde eine derart beklemmende und beängstigende Atmosphäre geschaffen wie in diesem Film. Die teils sonderbaren Kameraperspektiven, der bedrohliche Score und die unendliche Einsamkeit der Berge. Über die gesamte Laufzeit gesehen gibt es fast kein Blut zu sehen, doch das braucht es auch nicht. Kubrick schraubt die Spannung immer weiter an bis es zum ultimativen Showdown kommt.

Unterstützt wird er dabei von durchweg guten Schauspielleistungen. Doch besonders Nicholson sticht einmal mehr heraus und liefert ein beeindruckendes Porträt des Axtschwingenden Psychopathen. Ausserdem hatte mir der "Kurzauftritt" von Scatman Crothers als Küchenchef sehr zugesagt.

Und auch Stephen King kann sich schlussendlich glücklich schätzen. Verfilmungen von King sind meistens ein Grund um den Kopf zu schütteln ( siehe "ES", "Friedhof der kuscheltiere" usw. ). Hier jedoch wurde seine grandiose Romanvorlage fast perfekt umgesetzt.


09/10
atilla schreibt am 03.10.11, 20:53
Dünne durchschaubare Story, wenige Darsteller wenige Ortwechsel,das ist die Definition von einem langweiligen Film.
Amanda schreibt am 02.08.08, 03:16
Der Film wäre vielleicht nur halb so gut geworden wenn Jack Nicholson nicht Jack Torrance gespielt hätte =)
+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.