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Ein Zuhause am Ende der Welt
A Home at the End of the World
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Regie
Michael Mayer
Drehbuch
Michael Cunningham
Produzenten
Tom Hulce, Christine Vachon, Pamela Koffler, John Hart, Jeffrey Sharp, Katie Roumel, John Wells
Genre Drama (Gay) FSK 12 Filmlänge 97 min Land USA Kinostart 09.12.2004 DVD-Start 09.06.2005 Verleih Solo Film |
Story
Der harmoniebedürftige, jugendliche Provinzler Bobby hat viel zu früh seine Familie verloren. Er sucht nun Geborgenheit und Liebe. Das alles findet er bei Jonathan und dessen Familie. Sie nehmen den Jungen liebevoll auf.
Einige Jahre später: Bobby zieht zu Jonathan nach New York. Der ist mittlerweile als schwul geoutet und lebt mit Claire zusammen. Es kommt, wie es kommen muss: Claire verliebt sich in Bobby, und eigentlich ist es klar, das auch Jonathan Bobby liebt - und Bobby? Der liebt irgendwie beide. Es geht jedoch weniger um Sex, sondern um echte, aufrichtige und intensive Gefühle - und um die Suche nach sich selbst...
Schauspieler
Colin Farrell, Dallas Roberts, Robin Wright, Sissy Spacek, Matt Frewer, Ryan Donowho, Erik Smith, Harris Allan, Andrew Chalmers, Ron Lea, Wendy Crewson
Filmkritik von Thomas Ays
Der Draufgänger und (der in Interviews mitunter wirklich unmögliche) Colin Farrell überzeugt hier als schüchterner, sensibler, einsamer Charakter auf ganzer Linie. Seine Darstellung überrascht nicht nur, sondern lässt auch auf ihn als Schauspieler ein besseres und angenehmeres Licht fallen. Dies war nach all den Skandalen und irgendwie auch unpassenden Interviews mit dem Star auch bitter nötig. Hoffen wir, dass er auch weiterhin durch seine Karriere als Schauspieler in Erscheinung tritt und nicht durch selbstproduzierte Filmchen, die im Grunde niemand sehen will.
Die Geschichte ist nicht nur mit herrlichen Dialogen gespickt, sondern von Regisseur Michael Mayer auch großartig erzählt. Der Amerikaner gibt mit diesem Film sein Debüt als Regisseur – Weiter so! Hier ist ein richtig toller Film entstanden, der sich von der Masse abhebt, teils durch die vielen herausragenden Darsteller, sei es nun Dallas Roberts, Robin Wright oder Sissy Spacek - alle verleihen ihren Rollen echte Tiefe, als auch durch eine stimmige und gefühlvolle Inszenierung: Zuhause ist wo das Herz ist.
Die Irish Film and Television Awards nominierten Colin Farrell als besten Schauspieler und die Chlotrudis Awards schlugen Michael Cunninghams Skript in der Kategorie bestes adaptiertes Drehbuch vor.
