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Die Blechtrommel
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Regie
Volker Schlöndorff
Drehbuch
Jean-Claude Carrière, Volker Schlöndorff, Franz Seitz
Produzenten
Franz Seitz, Anatole Dauman, Eberhard Junkersdorf
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 144 min Land Deutschland, Frankreich Kinostart 03.05.1979 DVD-Start 31.05.1992 Blu-ray-Start 21.04.2011 Verleih United Artists |
Story
Schon seine Mutter Agnes wurde unter höchst obskuren Umständen gezeugt. Doch Oskar selber ist noch viel merkwürdiger. Im Alter von drei Jahren beschließt er, einfach nicht mehr zu wachsen - weil er nicht erwachsen werden möchte. Zu diesem dritten Geburtstag bekommt der Junge von seiner Mutter eine Blechtrommel geschenkt, die ihn fortan überallhin begleitet. Als sein Vater, der Koch Alfred Matzerath Oskar die geliebte Blechtrommel wegnehmen will, schreit dieser so laut und schrill, dass das Glas der Standuhr zerspringt. Von nun an weiß Oskar, wie er seinen Willen durchsetzen kann und hat mit der Blechtrommel ein perfektes Mittel gefunden, seinen Protest gegen die widerwärtige Welt der Erwachsenen kundzutun. Als damit auch sein Missfallen gegenüber dem Naziregime und dessen Schergen deutlich wird, hat das aber Folgen für Oskar und die Seinen...
Schauspieler
David Bennent, Angela Winkler, Mario Adorf, Daniel Olbrychski, Katharina Thalbach, Mariella Oliveri, Charles Aznavour, Tina Engel, Fritz Hakl, Werner Rehm, Käthe Jaenicke
Filmkritik von Stefanie Rufle
Mit seinem Roman "Die Blechtrommel" ist Günther Grass ein wahrer Geniestreich gelungen, dieses Buch kann mit Fug und Recht zu den wichtigsten der deutschen Nachkriegsliteratur gezählt werden. Natürlich kann man sich hier - wie bei allen Literaturverfilmungen - darüber streiten, ob der Film dem Buch tatsächlich gerecht wird. Tatsache ist aber, dass "Die Blechtrommel" ein herausragender, opulenter und durch und durch überzeugender Film ist. Einen ganz entscheidenden Anteil daran hat die Besetzung des Oskar durch den damals siebenjährigen David Bennet, der selbst an einer Wachstumsstörung leidet. Durch die Augen des kleinen Oskar wird dem Zuschauer deutlich gemacht, in welch kranker, befremdlicher und grausamer Welt wir eigentlich leben. Auch Mario Adorf als Oskars Vater Alfred ist eine mehr als gelungene Besetzung. Wer sonst könnte diesen grobschlächtigen Mann, auf den sich ein Großteil von Oskars Hass projiziert, besser spielen? Alle Literaturliebhaber sollten sich diesen Film, der mit einem OSCAR für den Besten ausländischen Film belohnt wurde, unbedingt ansehen.
