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Der Sinn des Lebens
Monty Python's The Meaning of Life
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Regie
Terry Gilliam, Terry Jones
Drehbuch
Graham Chapman, John Cleese, Terry Jones, Terry Gilliam, Eric Idle, Michael Palin
Produzent
John Goldstone
Genre Satire FSK 16 Filmlänge 106 min Land Großbritannien Kinostart 26.08.1983 DVD-Start 02.09.2004 Verleih Universal Pictures |
Story
Im Aquarium eines Restaurants schwimmen sechs Fische gelangweilt umher, während sie beobachten, wie Howard, einer ihrer Genossen, gerade serviert wird. Für sie genau der richtige Augenblick, um nach dem Sinn des Lebens zu fragen.
Der folgende Film ist in sieben Kapitel unterteilt, die sich mit den einzelnen Zyklen des menschlichen Lebens beschäftigen.
In „Das Wunder der Geburt“ werden zwei unterschiedliche Geburtsvorgänge gezeigt – zum einen in einem modernen Krankenhaus, zum anderen in einem britischen Arbeiterviertel in Yorkshire.
„Wachsen und Lernen“ zeigt wichtige Lernsituationen wie die Schulkapelle, den Sexualkundeunterricht und ein Rugbymatch.
In „Gegeneinander Kämpfen“ wird man Zeuge einer Geburtstagsfeier in einem Schützengraben im Ersten Weltkrieg, dem Drill in der British Army und dem 1. Zulukrieg (1879).
Nach einer Unterbrechung mit dem Titel „Die Mitte des Films“ folgt das „Mittlere Lebensalter“, wo man beobachten kann, wie ein typisches Urlaubspaar sich im Hotel laut Speisekarte über „Lebende Organverpflanzungen“ zu unterhalten hat.
In „Lebende Organverpflanzungen“ wird man Zeuge, wie einem Organspender bei vollem Bewusstsein auf einem Küchentisch allerlei Organe entnommen werden.
In „Die Herbstjahre“ kann man den stark übergewichtigen Mr. Creosote dabei beobachten, wie er in einem Restaurant die gesamte Speisekarte bestellt und sich, zwischen dem Konsum von Unmengen von Speisen, immer wieder übergibt.
„Der Sinn des Lebens“ verrät uns noch nichts über selbigen, und im anschließenden Kapitel „Der Tod“ erfährt man einiges über einen zum Tode Verurteilten, den Sensenmann und eine Weihnachtsgala im Himmel.
Am Ende des Films wird dann von einer Fernsehsprecherin der Sinn des Lebens verlesen.
Schauspieler
Michael Palin, John Cleese, Graham Chapman, Terry Gilliam, Eric Idle
Filmkritik von Stefanie Rufle
Wer behauptet, Humor sei nicht eine Frage des Geschmacks, der sollte sich von Monty Python’s „Der Sinn des Lebens“ vom Gegenteil überzeugen lassen. Selbst Fans der britischen Komikergruppe könnten bei diesem Film vom Glauben abfallen, denn „Der Sinn des Lebens“ lässt wirklich gar kein Tabuthema aus, blutige Lebertransplantationen wechseln sich mit ekelhaften Kotzorgien ab, und sämtliche Geschmacksgrenzen werden dabei rabiat niedergewalzt. Dass John Cleese, Eric Idle, Graham Chapman, Terry Jones, Terry Gilliam und Michael Palin ganz genau wissen, wo der gute Geschmack aufhört, ist ja gemeinhin bekannt. Auch dass sie zielsicher mit diesen Grenzen spielen, ist nichts Neues – doch selbst Hartgesottenen dürfte es hier hin und wieder zu weit gehen.
Monty Python stellen in „Der Sinn des Lebens“ äußerst satirisch und ohne jegliche Hemmungen die einzelnen Abschnitte des menschlichen Lebens verzerrt und überspitzt dar. Das ist in vielen Sequenzen wirklich witzig, wie etwa in der Anfangsszene, wo die sechs Fische lapidar über den Sinn des Lebens philosophieren. Genau das sind die Momente, für die wir Monty Python lieben, hier kommt der schwarze, typisch britische Humor zum Tragen, der für die Komikergruppe so typisch ist. Auf der anderen Seite steht aber auch ein viel zu großer Anteil an vulgärem Klamauk, der teilweise infantil ist und hin und wieder in groben Tabuverletzungen ausartet.
Am Ende wird man zwar über den Sinn des Lebens aufgeklärt – doch der Sinn dieses wohl schwächsten Films der britischen Komikergruppe bleibt manch einem verborgen.
Wissenswertes
Vor dem Hauptfilm ist ein von Terry Gilliam geschriebener und produzierter Vorfilm zu sehen, der ursprünglich als Animation geplant war.
Diese Episodensatire ist die letzte gemeinsame Arbeit von Monty Python.
„Der Sinn des Lebens“ erhielt den Großen Preis der Jury beim Filmfestival von Cannes 1983, war in der Kategorie Beste Regie für die Goldenen Palme beim Filmfestival von Cannes nominiert und war in der Kategorie Bester Song für „Every Sperm is Sacred“ für den BAFTA Award (1984) nominiert.
Folgende Filme stammen aus den Köpfen von Monty Python:
Die wunderbare Welt der Schwerkraft
Die Ritter der Kokosnuss
Das Leben des Brian
Der Sinn des Lebens
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