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Farinelli
Farinelli il castrato
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Regie
Gérard Corbiau
Drehbuch
Marcel Beaulieu, Andree Corbiau, Gérard Corbiau
Produzent
Véra Belmont
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 116 min Land Frankreich, Belgien, Italien Kinostart 03.08.1995 DVD-Start 07.10.1996 Verleih Nil Film |
Story
Carlo Broschi hat eine kindliche, elfenzarte und überirdisch schöne Stimme. Dafür musste er allerdings ein fast schon unmenschliches Opfer bringen. Carlo, der die Opernbühnen Europas im Sturm erobert, ist ein Kastrat. Im zarten Alter von zehn Jahren wurde Carlo kastriert, wie er glaubt, nach einem Sturz vom Pferd. Obwohl Farinelli derart gehandicapt ist, liegen ihm die Frauen in Scharen zu Füßen, was sein Bruder Riccardo für seine Zwecke nutzt. Er schreibt Opern eigens für Farinellis Stimme und sonnt sich im Glanz seines Bruders. Doch dann verschmäht Carlo plötzlich eine Oper Riccardos und will stattdessen ein Werk des berühmten Georg Friedrich Händel zum Besten geben - es kommt zum Eklat!
Schauspieler
Stefano Dionis, Enrico Lo Verso, Elsa Zylberstein, Caroline Cellier, Jeroen Krabbé, Jacques Boudet, Omero Antonutti, Marianne Basler
Filmkritik von Stefanie Rufle
Zugegeben - dieser Film hat nicht unbedingt den Tiefgang, den man bei einem solch sensiblen Thema eigentlich voraussetzen würde. Die Qual eines Mannes, der einen derart hohen Preis für seinen Erfolg zahlen muss, wird bestenfalls angedeutet. Doch wer Opern und opulente Kostüme liebt, kommt bei "Farinelli" dennoch auf seine Kosten. Eine grandiose Bühnenausstattung und unglaublich schöne Musik versprechen einen wahren Augen- und Ohrenschmaus und trösten etwas darüber hinweg, dass von einer Biographie hier eigentlich keine Rede sein kann. Dem Opernsänger Farinelli, der einer der letzten Kastraten des 18. Jahrhunderts war - zumindest einer der letzten offiziellen - wird dieser Film allerdings wenig bis gar nicht gerecht. Schade, aus diesem Stoff hätte man mehr machen können.
Wissenswertes
Um den Klang von Farinellis Singstimme zu kreieren, wurde eine männliche mit einer weiblichen Stimme kombiniert. Die männliche Stimme übernahm der britische Tenor Derek Lee Ragin, die weibliche die Polin Ewa MaÅ‚as-Godlewska.
Farinelli ist bis heute der bekannteste Kastrat und seine Stimme ist und bleibt ein Mythos. Vor allem in der Blütezeit des Barocks war es üblich, Knaben zu kastrieren, bevor sie in den Stimmbruch kamen. Dadurch sollte der kindliche Stimmapparat und somit die zarte Engelsstimme erhalten bleiben.
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