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The Kids Are All Right
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Regie
Lisa Cholodenko
Drehbuch
Lisa Cholodenko, Stuart Blumberg
Produzenten
Gary Gilbert, Philippe Hellmann, Jordan Horowitz, Jeffrey Levy-Hinte, Celine Rattray, Daniela Taplin Lundberg
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 106 min Land USA Kinostart 18.11.2010 DVD-Start 31.03.2011 Verleih Universal Pictures Germany |
Story
Die Ärztin Nic und ihre Frau Jules sind das perfekte lesbische Paar. Integriert, wohl situiert mit Haus und Hof und noch dazu hat das Paar mit Laser und Joni zwei tolle Kinder. Alles scheint wunderbar in dieser besonderen Patchwork-Familie. Doch dann drängt Laser seine 18jährige Schwester Joni für sie ihren biologischen Vater ausfindig zu machen. Paul ist reichlich überrascht, dass aus seiner Samenspende im Alter von 19 Jahren zwei Kinder hervorgegangen sind, freundet sich mit dem Gedanken jedoch schnell an. Der cooler Junggeselle und Restaurantbesitzer erweist sich als Gewinn für die Kinder und auch Jules ist von dem smarten Mann sehr angetan. Nur Nic kann Paul nicht ausstehen. Er bringt ihre perfekte Welt ins Wanken und sie empfindet ihn als eine echte Bedrohung für ihre Stellung innerhalb der Familie. Paul hingegen stellt fest, wie schön es sein kann nicht nur unverbindlichen Sex, sondern eine echte Bindung zu haben. Vielleicht ja sogar mit der Mutter einer seiner Kinder…
Schauspieler
Annette Bening, Julianne Moore, Mark Ruffalo, Mia Wasikowska, Josh Hutcherson, Yaya DaCosta, Kunal Sharma, Eddie Hassell, Zosia Mamet, Joaquín Garrido, Rebecca Lawrence, Lisa Eisner, Eric Eisner, Sasha Spielberg, James MacDonald, Margo Victor
Filmkritik von Melanie Frommholz
„The Kids Are All Right“ gehört zu jener Sorte Film, die durch ihre innere Balance den Zuschauer von Beginn an für sich einnehmen. Dabei wird die Geschichte nicht alleine dadurch besonders, dass ein lesbisches Pärchen im Mittelpunkt steht, sondern dass es Regisseurin und Drehbuchautorin Lisa Cholodenko geschafft hat, diese Konstellation als völlig normalen Ausgangspunkt zu verwenden. Die Patchwork-Familie von Nic und Jules ist besonders, doch der Film thematisiert auf berührende und sensible Art und Weise sowie mit einer großen Portion Humor, dass die sexuelle Ausrichtung keine Rolle spielt, wenn es um Liebe und Familie geht. Cholodenkos Figuren sind in ihren Wünschen, Sehnsüchten und Schwächen authentisch, wodurch man all ihre Standpunkte nachempfinden kann. Sei es nun Jules, die sich von Nic mehr Wertschätzung und Begehren wünscht. Laser, der lernen muss sich zu behaupten. Joni, die sich aus der bevormundenden Umklammerung ihrer Mutter lösen will. Nic, die als Oberhaupt der Familie immer alle Fäden in der Hand haben muss. Oder auch Paul, der erkennt, dass er eigentlich doch ein Familienmensch ist. Sie alle wachsen einem ans Herz, weil wir uns so gut in sie hineinversetzen können. Mit der richtigen Mischung aus humorvollen Dialogen und nachdenklichen Momenten, trägt einen „The Kids Are All Right“ mitten hinein in diese tragisch-komische Familiengeschichte.
Dass der Film so leichtfüßig wirkt, ist zum Großteil auch der in sich stimmigen Besetzung zu verdanken. Annette Bening als Nic, Julianne Moore als Jules und Mark Ruffalo als Paul spielen ihr Können aus und glänzen mit einer wunderbaren emotionalen Bandbreite. Auch Mia Wasikowska als Joni und Josh Hutcherson als Laser füllen ihre Parts glaubwürdig aus.
Die gleichgeschlechtliche Liebe ist mit diesem Film vielleicht noch nicht ganz im Mainstream-Kino angekommen, aber sie ist auf einem guten Weg in eine wohltuende Normalität. „The Kids Are All Right“ betrachtet unterhaltsam die Lebenswirklichkeit und erwärmt das Herz.
Wissenswertes
Der Film lief 2010 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Berlin.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Schauspielerin - Musical / Comedy (Julianne Moore), Bestes Drehbuch
Gewonnene Golden Globes
Bester Film - Musical / Comedy, Beste Schauspielerin - Musical / Comedy (Annette Bening)
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Annette Bening), Bester Nebendarsteller (Mark Ruffalo), Bestes Drehbuch (Original)
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