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Napola - Elite für den Führer
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Regie
Dennis Gansel
Drehbuch
Dennis Gansel, Maggie Peren
Produzenten
Molly von Fürstenberg, Viola Jäger, Harry Kügler
Genre Historien-Drama FSK 12 Filmlänge 115 min Land Deutschland Kinostart 13.01.2005 DVD-Start 25.08.2005 Verleih Constantin Film |
Story
“Napola – Elite für den Führer“ erzählt von zwei jungen Männern, Albrecht und Friedrich, die sich während ihrer Ausbildung in den paramilitärischen Eliteschulen, „Napola“ genannt, kennen lernen. In diesen Erziehungsanstalten sollen die Herrenmenschen von morgen herangezüchtet werden. Gemeinsam stehen die beiden jungen Männer den Anspruch der Napola durch, müssen zusammenhalten und vor allem durchhalten, denn der Drill der Schule ist ungeheuerlich und fast nicht zu ertragen...
Schauspieler
Max Riemelt, Tom Schilling, Devid Striesow, Joachim Bißmeier, Justus von Dohnanyi, Michael Schenk, Florian Stetter, Alexander Held, Sissy Höfferer, Jonas Jägermeyr, Leon A. Kersten, Thomas Drechsel, Martin Goeres, Claudia Michelsen
Filmkritik von Thomas Ays
„Napola – Elite für den Führer“. Bei dem Titel ist eigentlich schon alles gesagt – Nach „Der Untergang“ und „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ ein weiterer „Vergangenheitsbewältigungsstreifen“ aus deutschen Landen. Das wäre so, würden nicht die beeindruckenden Jungschauspieler derart herausragende Leistungen abliefern. Max Riemelt spielt den Boxer Friedrich überragend und auch Tom Schilling (Albrecht), der ja schon in „Crazy“ überzeugen konnte, fasziniert auf ganzer Linie. Großartige darstellerische Leistungen, die die Hoffnung wieder aufleben lässt, dass es doch noch grandiose Jung-Schauspieler in Deutschland gibt.
Zur Geschichte. Die ist ganz klar gut gefilmt und auch souverän erzählt. Regisseur Dennis Gansel schafft es jedoch nicht ganz, die offensichtlichen Drehbuchschwächen zu überschminken. Die Beziehung zwischen Albrecht und der Kellnerin in der Napola beispielsweise: Warum werden klare Aussagen getätigt, die den Zuschauer glauben lassen, wie sehr Albrecht verliebt ist, wenn die Geschichte sowieso nicht erzählt wird? Warum muss das Ende eines Hauptcharakters derart theatralisch über die Bühne gehen? In den Szenen am See ist die Dramatik völlig flöten gegangen, was sehr schade ist. Auch die Beziehung zwischen Albrecht und Friedrich kommt eindeutig zu kurz.
Fazit: „Napola – Elite für den Führer“ ist eine prima Stoff für packende und diskussionsfreudige Geschichtsstunden, in denen jungen Menschen eindrucksvoll klar gemacht wird, wie schrecklich und furchtbar das Leben eines so genannten „Eliteschülers“ während des Zweiten Weltkriegs war. Doch insgesamt bleibt die Bilanz: Weniger Hollywood hätte dieser interessanten Unterrichtsstunde sehr gut getan!
