Psycho

Filmplakat Psycho
Regie Alfred Hitchcock  Drehbuch Joseph Stefano  Produzent Alfred Hitchcock 
Genre Psycho-Thriller  FSK 16  Filmlänge 109 min
Land USA  Kinostart 07.10.1960  DVD-Start 01.09.1999  Blu-ray-Start 16.09.2010  Verleih Universal Pictures

Story

Die Sekretärin Marion Crane lebt in Phoenix und trifft sich regelmäßig mit ihrem Freund Sam in irgendwelchen billigen Absteigen. Marion sehnt sich danach, Sam zu heiraten, doch er zögert immer noch, fühlt sich finanziell nicht unabhängig genug für eine Heirat. Marion ist dieses Leben leid und als ihr Chef sie mit 40.000 Dollar zur Bank schickt, sieht sie ihre Chance, endlich einen Neuanfang mit Sam wagen zu können. Kurzerhand setzt Marion sich in ihren Wagen und macht sich mit dem Geld ihres Arbeitgebers aus dem Staub. Doch so kopflos wie ihre Abreise, gestaltet sich auch ihre weitere Flucht. Schon als sie ihren alten Wagen bei einem Autohändler gegen einen anderen austauscht, zieht sie die Aufmerksamkeit eines Polizisten auf sich. Deshalb ist sie froh, als sie mitten in der Nacht auf ein einsames Motel stößt, in dem sie erstmal absteigen kann. „Bates Motel“ wird von dem jungen und sehr sympathisch wirkenden Norman Bates geleitet und so wie es aussieht, ist Marion der einzige Gast. Marion nimmt Normans Einladung zum Abendessen an und er erzählt ihr, dass er zusammen mit seiner kranken Mutter im viktorianischen Herrenhaus lebt, das oberhalb des Motels liegt.
Schon in der Nacht wird Marion von Gewissensbissen geplagt und in ihr reift der Entschluss, zurück nach Phoenix zu fahren und das Geld zurückzugeben. Doch dort kommt die junge Frau nie an. Marions Schwester Lila und Sam beauftragen einen Privatdetektiv, denn beide haben seit ihrer Flucht nichts mehr von ihr gehört…

Schauspieler

Psycho Anthony Perkins, Janet Leigh, Vera Miles, John Gavin, Martin Balsam, John McIntire, Simon Oakland, Vaughn Taylor, Frank Albertson, Lurene Tuttle, John Anderson

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 6 von 5 Ms Psycho „Psycho“ wurde, als er 1960 in die Kinos kam, äußerst kontrovers diskutiert. Vermutlich vor allem, weil er so gänzlich anders wirkte, als die bisherigen erfolgreichen Hitchcock-Thriller, wie „Vertigo“ oder „Der unsichtbare Dritte“. Hier präsentierte Hitch einen Schwarz-Weiß-Film, den er mit einem äußerst niedrigen Budget produzierte und den man, im Gegensatz zu seinen vorherigen Filmen, kaum als Schauspieler-Film bezeichnen kann. Denn wenn auch die Leistungen von Anthony Perkins und Janet Leigh unbestreitbar sind, ist es doch vor allem die Genialität von Alfred Hitchcock, die diesen Thriller so atemberaubend spannend macht. In vielem erinnert „Psycho“ an einen Film Noir und lässt den Zuschauer beinahe von der ersten Szene an den Atem anhalten ob seiner nur scheinbaren Beiläufigkeit, die unausweichlich auf das Schreckliche zusteuert. Es ist vor allem die bedrohliche und unheilschwangere Atmosphäre, mit der „Psycho“ beinahe von der ersten Szene an überzeugt – nicht umsonst wird von diesem Film behauptet, er habe den Weg geebnet für alle Psychothriller die nachfolgen sollten. In jedem Fall nimmt „Psycho“ eine wegweisende Stellung in der Filmgeschichte ein.

Die zentralen Motive wie Schatten, Spiegel und Farben wirken ebenso beklemmend, wie der Voyeurismus, dem sowohl Norman Bates, als auch der Zuschauer mithilfe der raffinierten Kameraeinstellungen und Schnitte unterliegen. Eine perfekt erzeugte Atmosphäre, Musik und Montage ergeben hier ein beklemmendes Gesamtbild, das die Angst des Zuschauers beinahe unmerklich steigert. Die Filmmusik des Komponisten Bernard Herrmann zerrüttet die Nerven und ist damit ein geschickt eingesetztes Stilmittel. Hitchcock manipuliert seine Zuschauer par excellence und knüpft an genau jene Ängste an, die in den Tiefen des Unterbewusstseins schlummern. Die Duschszene in „Bates Motel“ dürfte jeder Filmfreund kennen, hat sie doch bis heute nichts von ihrer Brutalität und Grausamkeit verloren. Auch das viktorianische Wohnhaus von Norman Bates erscheint dank geschickter Kameraeinstellung unheimlich und beängstigend.
Wenn man „Psycho“ als Meilenstein der Filmgeschichte bezeichnet, tut man nicht mehr und nicht weniger, als eine unverrückbare Tatsache auszusprechen. Dieser Psychothriller ist das unsterbliche Zeugnis von Alfred Hitchcocks Genialität!

Wissenswertes

Psycho „Psycho“ gilt als eines von Alfred Hitchcocks zentralen Werken, der Film wurde vom American Film Institute 2001 auf Platz 1 der besten 100 amerikanischen Thriller gewählt.
Die berühmte Duschszene gehört zu den bekanntesten und meistzitierten Szenen der Filmgeschichte.
Der Film basiert auf Robert Blochs gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1959. Hitchcock kaufte die Rechte daran für eine relativ geringe Summe und kaufte dann so viele Exemplare des Romans wie nur möglich, um so den Schluss der Geschichte geheim zu halten.
Das berühmte Psycho-Haus und auch Bates Motel können bis heute auf dem Gelände der Universal Studios besichtigt werden.
Es gab drei Fortsetzungen dieses Thrillers („Psycho II“, „Psycho III“ und „Psycho IV – The Beginning“), alle mit Anthony Perkins in der Rolle des Norman Bates. 1987 drehte die NBC den Fernsehfilm „Bates Motel“ und 1998 kam die Neuverfilmung des Originals in die Kinos.

Auszeichnungen

Psycho
Gewonnene Golden Globes

Beste Nebendarstellerin (Janet Leigh)

OSCAR-Nominierungen

Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Janet Leigh), Beste Ausstattung - Schwarz/Weiß, Beste Kamera - Schwarz/Weiß



Besucherbewertung
4.4 / 5  (19 votes)

Kommentare

Johannes Hardt schreibt am 24.04.07, 05:38
Meilenstein! Meilenstein! Meilenstein!

Mehr kann man nicht sagen. Dei Mutter aller Psychofilme
Klint Ostwald schreibt am 09.05.10, 18:37
Ein Meisterwerk.
Die Story ist genial und extrem spannend erzählt. Hinzu kommt geniales Schauspiel, allen voran Anthony Perkins als Norman Bates, der einem immer wieder Angst einjagt. Zudem ist das Ende wohl eines der besten.
Fazit: Ein Hitchcock-Klassiker, den man gesehen haben muss.
MyersBraut schreibt am 09.02.11, 16:32
ganz gut ja...
Svenja schreibt am 06.11.08, 15:23
Absoluter Klassiker!Nicht wirklich gruselig,aber trotzdem!
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