3faltig

Filmplakat 3faltig
Regie Harald Sicheritz  Drehbuch Murmel Clausen, Christian Tramitz, Herman Bräuer, Harald Sicheritz  Produzenten Kurt J. Mrkwicka, Andreas Fallscheer 
Genre Komödie  FSK 12  Filmlänge 98 min
Land Deutschland, Österreich  Kinostart 17.02.2011  DVD-Start 06.09.2011  Blu-ray-Start 06.09.2011  Verleih Falcom Media

Story

Hagen, der Heilige Geist, fristet ein trauriges Leben auf der Erde. Um seinem Leben neuen Sinn zu verleihen, plant er ein Musical, das am 31. Dezember in einer Tanzbar uraufgeführt werden soll. Blöd nur, dass ausgerechnet jetzt Christl, Gottessohn, bei ihm an der Türe anklopft und eröffnet, dass er im Namen Gottes gekommen ist, um die Apokalypse vorzubereiten. Kurz vor der Wende in seinem kümmerlichen Leben kann der Heilige Geist das nicht zulassen und versucht Christl mit der Stripteastänzerin Mona abzulenken, was überraschend gut funktioniert. Blöderweise stirbt Mona jedoch kurze Zeit später bei einem Autounfall. Aber eigentlich doch kein Problem für den Sohn Gottes, oder? Immerhin hat er es einst ja schon einmal geschafft den Tod zu umgehen…

Schauspieler

3faltig Christian Tramitz, Matthias Schweighöfer, Roland Düringer, Adele Neuhauser, Alfred Dorfer, Julia Hartmann, Michael Schweighöfer, Raimund Wallisch, Hannes Ringlstetter, Karl Fischer, Christian Ulmen

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 2 von 5 Ms 3faltig Der Schauspieler Paul Hörbiger, Großvater von Christian Tramitz, hat sich in den 1950er Jahren einen Namen mit seinen Darstellungen in Heimatfilmen gemacht. Viel Lokalkolorit zierten die deutschen Wirtschaftswunderfilme der damaligen Zeit und lustig anzuschau’n war’n sie freilich auch. Irgendeine Schlussfolgerung, wenn auch nicht sonderlich logisch, muss den Enkel die Entscheidung treffen lassen haben, ein wenig in die Fußstapfen seines Großvaters zu treten und eine der Hauptrollen in der deutsch-österreichische Co-Produktion „3faltig“, die vor den malerischen Bergkulissen Österreichs spielt, anzunehmen – sich gar als Mitdrehbuchautor zu betätigen. Die Geschichte, die sich Tramitz zusammen mit seinen Autorenkollegen Murmel Clausen, Herman Bräuer und Harald Sicheritz ausgedacht hat, klingt zunächst ziemlich lustig und fängt auch so an: Der Heilige Geist ist vom Weihnachtstratra genervt, während sich Jesus in eine Stripperin verliebt. Was eine bissige Satire über das Christentum und gewisse moralische Wertvorstellungen hätte werden können, verliert sich jedoch schon bald in billigem Klamauk. Ein ohnehin schon schräger, fast grenzwertiger Plot, wird durch nur selten gelungenen Humor und platte Storyideen zu einer göttlichen Bruchlandung. Warum sich im Schauspielerensemble Namen wie Christian Tramitz, Matthias Schweighöfer oder Christian Ulmen tummeln, wird zunehmend unverständlicher.

„3faltig“ bietet 0815-Klamauk, den man spätestens nach 15 Minuten kaum mehr ertragen kann. Warum Filme wie diese überhaupt produziert werden, ist und bleibt ein Rätsel.



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