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Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten
Vanity Fair
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Regie
Mira Nair
Drehbuch
Matthew Faulk, Mark Skeet, Julian Fellowes
Produzenten
Janette Day, Donna Gigliotti, Lydia Dean Pilcher
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 141 min Land Großbritannien, USA Kinostart 31.03.2005 Verleih Universum/Central |
Story
Als Tochter einer Opernsängerin und eines Malers wächst die kleine Becky Sharp in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh lernt sie, dass Geld und Beziehungen der Schlüssel für eine bessere Zukunft sind. Nach dem Tod der Eltern kommt Becky in ein Waisenhaus und wird zur Gouvernante ausgebildet. Sie erkennt die Chancen, die sich ihr durch gute Manieren, Bildung und ihr mehr als hübsches Äußeres bieten. Sehr berechnend nutzt sie diese „Waffen“ um an ihr Ziel zu kommen: Den Aufstieg in die erste Liga der englischen Gesellschaft.
Schauspieler
Reese Witherspoon, Eileen Atkins, Jim Broadbent, Gabriel Byrne, Romola Garai, Bob Hoskins, Rhys Ifans, Geraldine McEwan, James Purefoy, Jonathan Rhys-Meyers, Douglas Hodge, Natasha Little, Tony Maudsley, Roger Lloyd Pack, Ruth Sheen
Filmkritik von Melanie Frommholz
Eines muss man der Regisseurin Mira Nair („Monsoon Wedding“) wirklich lassen. Mit „Vanity Fair“ hat sie wieder einen farbenprächtigen Film mit viel indischem Einfluss auf die Leinwand gezaubert. Auch die Charaktere sind zuweilen recht amüsant. Es wird ein kritischer Blick auf das englische Klassensystem geworfen, in dem Abstammung alles war. Leider ist die Geschichte jedoch eindeutig zu lang geraten, oder anders ausgedrückt, die interessanten Ereignisse der Story sind auf zu viel Film verteilt. Der Historienstreifen kann nicht mit ähnlich angelegten Geschichten, wie zum Beispiel den Erzählungen von Jane Austen mithalten. Zwar ist die Ausstattung wirklich ein Hingucker, jedoch ist die Hauptfigur Becky alias Reese Witherspoon zu sehr einskaltes und berechnendes Miststück, als dass sie einem sympathisch werden könnte. Genau das ist der Pferdefuß an der Geschichte: Wer fühlt schon mit einer Frau, der für den gesellschaftlichen Aufstieg jedes Mittel recht ist? Genau, keiner! Und daher lässt einen sogar das Happy End relativ kalt.

