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Fenster zum Sommer
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Regie
Hendrik Handloegten
Drehbuch
Hendrik Handloegten
Produzenten
Anne Even, Maria Köpf, Lucas Schmidt, Andreas Schreitmüller
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 96 min Land Deutschland, Finnland Kinostart 03.11.2011 DVD-Start 10.05.2012 Verleih Prokino |
Story
Juliane ist wieder glücklich. Fast schon unheimlich glücklich, obwohl erst vor ein paar Wochen ihre Freundin Emily ums Leben gekommen ist. Zusammen mit ihrer großen Liebe August fährt sie nach Finnland zu ihrem Vater, um einen herrlichen Sommer zu verbringen. Juliane und August sind sich sicher, dass sie für einander bestimmt sind. Juliane hat für August sogar ihren langjährigen Freund Philipp verlassen. Doch eines Morgens, die beiden haben ihr Reiseziel noch nicht ganz erreicht, wacht Juliane auf und befindet sich plötzlich wieder in ihrer alten Berliner Wohnung, die sie mit Philipp bewohnt hat. Es ist Winter und Philipp wieder der Mann an ihrer Seite. Juliane ist völlig verwirrt und am Boden, als sie erkennt, dass sie August in dieser Realität noch nicht begegnet ist. Dafür ist Emily wieder am Leben…
Schauspieler
Nina Hoss, Fritzi Haberlandt, Mark Waschke, Lars Eidinger, Lasse Stadelmann, Ernst Stötzner, Barbara Philipp, Susanne Wolff, Christoph Bach, Mike Adler
Filmkritik von Melanie Frommholz
Gibt es Dinge wie Schicksal, Vorherbestimmung und die Möglichkeit einer zweiten Chance? Oder wird unser Leben einzig von Zufall regiert? Können wir überhaupt ein selbstbestimmtes Leben führen? Und gibt es für bestimmte Dinge immer nur ein festes Zeitfenster, das es zu nutzen gilt? Regisseur Hendrik Handloegten geht in seinem Film „Fenster zum Sommer“ genau diesen Fragen nach und hat als Antwort eine Geschichte geschaffen, in die man sich wunderbar fallen lassen kann. Die Atmosphäre schwankt zwischen mysteriös, bedrohlich und prickelnd und lädt uns ein der Protagonisten Juliane auf ihrem geheimnisvollen Weg einfach vorbehaltlos zu folgen. Es ist ein Weg der sie durch die Zeit führt, aber auch zu sich selbst. Handloegten spielt gekonnt mit dem Motiv des Déjà-vu und verschachtelt seine Zeitebenen stimmig. Kern von „Fenster zu Sommer“ ist jedoch vor allem eine wundervolle und poetisch erzählte Liebesgeschichte. Handloegten setzt hier ein Ausrufezeichen hinter den Glauben an die ganz große Liebe. Der Filmemacher bemüht dabei aber nie den Kitsch und umschifft theatralisches Geplänkel. Ihm ist es gelungen die Wahrhaftigkeit einzufangen, die zwei Menschen fühlen, wenn sie sicher sind, sich gefunden zu haben und was es bedeutet diesen Menschen plötzlich zu verlieren. Als Gegensatz zu seiner phantastischen Parabel stellt Hendrik Handloegten echte, verletzliche Figuren. Wundervolle Schauspieler füllen sie mit Leben. Egal ob Nina Hoss, Mark Waschke, Lars Eidinger oder Fritzi Haberlandt, sie alle spielen mit großer Wahrhaftigkeit und Präsenz.
Ganz ohne Spezialeffekte, dafür mit dem Zauber der Jahreszeiten und der Mitsommersonne Finnlands wird „Fenster zum Sommer“ letztlich dank ihnen zu einer wundervollen, phantastischen Geschichte über das Schicksal und die Liebe.
Wissenswertes
"Fenster zum Sommer" basiert auf Motiven des Romans von Hannelore Valencak und ist nach "Paul is dead" und "Liegen Lernen" (nach dem gleichnamigen Buch von Frank Goosen) bereits die dritte Zusammenarbeit zwischen der Produzentin Maria Köpf und dem Regisseur Hendrik Handloegten.
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