Verschleppt

Imagining Argentina

Filmplakat Verschleppt
Regie Christopher Hampton  Drehbuch Christopher Hampton  Produzenten Geoffrey C. Lands, Raul Outeda, Michael Peyser, Santiago Pozo, Diane Sillan 
Genre Drama  FSK 16  Filmlänge 103 min
Land Spanien, Großbritannien, USA, 2003  DVD-Start 07.07.2005  Verleih Universal Pictures

Story

Argentinien: Zwischen 1976 und 1983 entführte die Regierung des Landes ca. 30.000 Menschen. Viele davon wurden nie wieder gesehen.
Dieses Schicksal ereilt auch der Journalistin Celia, die einen Artikel verfasste, der der Regierung gar nicht passte. Carlos, Celias Mann, mobilisiert darauf alle Kräfte, die ihm zur Verfügung stehen, um seine geliebte Frau wieder heil nach Hause zu bringen. Doch es wird ein harter Kampf werden. Aus tiefer Trauer, Enttäuschung und Wut heraus, beginnen ihn Visionen heimzusuchen, in denen er das Schicksal Verschleppter sieht und spürt. Harte Prüfungen warten auf ihn und seine Familie…

Schauspieler

Verschleppt Antonio Banderas, Emma Thompson, Horacio Flash, Ruben Blades, Letitia Dolera, Irene Escolar, Kuno Becker

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 3 von 5 Ms Verschleppt Regisseur Christopher Hampton („Carrington - Liebe bis in den Tod“, „Joseph Conrads Der Geheimagent“) adaptierte den von Lawrence Thornton geschriebenen Roman selbst und inszenierte einen wichtigen und alles andere als schlechten Film. Die berichtete Thematik ist erschütternd und furchtbar zugleich. Folglich war es nur wichtig, sich dieser Geschichte auch filmisch anzunehmen. Ob die Herangehensweise des Filmemachers jedoch schlau war, ist zu bezweifeln. Die Schauspieler sind jedoch bei Weitem das nennenswerteste, was „Verschleppt“ zu bieten hat. Emma Thompson beispielsweise ist erneut grandios und sensationell überzeugend in ihrer Rolle. Die Schauspielerin schafft es immer und immer wieder in jegliche Art Charakter zu schlüpfen und auch Antonio Banderas liefert eine gute Leistung ab. Dennoch ist „Verschleppt“ an vielen Stellen zu langatmig und zu emotionslos erzählt. Das Schicksal der einzelnen Figuren berührt oft nicht, was zur Folge hat, dass der Film seinen Sinn verliert. Wenn ein Drama es nicht schafft, den Zuschauer für sich ein zu nehmen, funktioniert eben ein solches nicht, was sich in diesem Fall als sehr schade herausstellt.

Wissenswertes

Verschleppt Auf dem Filmfestival von Venedig wurde Regisseur und Drehbuchautor Christopher Hampton für den Goldenen Löwen nominiert.



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Kommentare

pebroe schreibt am 23.09.09, 16:22
von wegen emotionslos!
gerade durch die wenigsten für amerikanische verhältnisse ruhigere erzählweise besticht der film durch eine enorme intensität.einer der besten filme zum thema lateinamerika!
Manu Loganey schreibt am 08.06.07, 10:49
Einer der wichtigsten Filme Antonio Banderas,der Film zeigt die Geschichte Argentieniens um 1976 sehr emotionsvoll. Verschwundene Mütter,Väter und Kinder die brutal gefoltert und dann von dem Faschistischem Regime damals einfach umgebracht wurden.Durch die Hellsichtigkeit des Protagonisten kommt in dem Film eine mystisch-spannende Komponente dazu. Sehr zu empfehlen.
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