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Haus der stummen Schreie (TV)
If These Walls Could Talk
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Regie
Nancy Savoca, Cher
Drehbuch
Pamela Wallace, Earl W. Wallace, Nancy Savoca, Susan Nanus, I. Marlene King
Produzent
Laura Greenlee
Genre Drama FSK ohne Filmlänge 98 min Land USA, 1996 Verleih HBO |
Story
Ein Haus – drei Frauenschicksale – ein zentrales Thema: Abtreibung ja oder nein?
1952. Abtreibung ist noch illegal. Krankenschwester Claire verzweifelt fast am Tod ihres Mannes und verbringt aufgrund der immer größer werdenden Einsamkeit eine folgenschwere Nacht mit ihrem Schwager. Letzter Ausweg scheinen die Dienste eines „Engelmachers“ zu sein.
1974. Barbara, Mutter von vier Kindern hat endlich wieder Zeit für ihr bislang unvollendetes Studium, als sie erfährt, dass Kind Nummer fünf unterwegs ist.
1996. Studentin Christine ist von ihrem Professor schwanger. Dieser ist natürlich verheiratet und erwartet von ihr, dass sie „das Problem“ löst. Doch so einfach ist der Weg in die Abtreibungsklinik für die junge Frau nicht. Nicht nur ihre katholische Erziehung sondern auch radikale Abtreibungsgegner machen ihr zu schaffen.
Schauspieler
Demi Moore, Sissy Spacek, Anne Heche, Cher, Catherine Keener, Jason London, Xander Berkeley, Jada Pinkett Smith, Matthew Lillard
Filmkritik von Melanie Frommholz
Abtreibung Pro und Contra: Eine Frage, die seit je her polarisiert und auch über die Jahre nichts von ihrer Brisanz eingebüßt hat. Obwohl der TV-Film nicht ganz auf moralische Abgesänge verzichtet, ist den Machern (Produktion Demi Moore) doch ein bewegendes und vor allem auch beklemmendes Bild von Frauen gelungen, die in dieser schwierigen Lebenssituation stecken. Alle Hauptdarstellerinnen spielen sehr eindringlich und zu 100% überzeugend. Besonders die Geschichte aus dem Jahr 1952 geht an die Nieren.
In jedem Fall zeigt der Film eines: Wer nicht in der Situation steckt, sich für oder gegen ein Kind entscheiden zu müssen, sollte nicht urteilen. Von der anderen Seite betrachtet, sehen die hohen moralischen Ansprüche nämlich eventuell ganz anders aus.
