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Wächter der Nacht
Nochnoj Dozor
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Regie
Timur Bekmambetov
Drehbuch
Timur Bekmambetov, Sergei Lukyanenko
Produzenten
Anatoli Maksimow, Konstantin Ernst
Genre Fantasy FSK 16 Filmlänge 114 min Land Russland Kinostart 29.09.2005 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Vor über 1000 Jahren trafen sich Gut und Böse zu einer großen Schlacht. Doch keine der beiden Seiten sollte gewinnen. Da sie gleich stark waren wurde ein Abkommen zwischen den zwei Mächten geschlossen, das besagt, dass das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse für immer erhalten bleiben soll. Doch gleichzeitig besagt eine Prophezeiung, dass eines Tages ein „Anderer“ kommen wird, der dieses Gleichgewicht stört. Dieser Andere muss sich für eine Seite entscheiden und wird das Gleichgewicht für immer aufheben.
Schauspieler
Konstantin Khabensky, Vladimir Menshov, Valery Zolotukhin, Maria Poroshina, Galina Tunina, Alexey Chadov, Victor Verzbitsky, Dima Martynov
Filmkritik von Kathrin Lang
(Kathrin) „Wächter der Nacht“ oder Russland zieht alle Register.
Seit Jahren ist es ruhig um die russischen Filmproduktionen geworden, doch jetzt kehren sie zurück und das größer und mächtiger als je zuvor. Für „Wächter der Nacht“ wurden alle Geschütze aufgefahren, die gefunden werden konnten. Alle namhaften russischen Schauspieler sind hier mit von der Partie und sorgen alle, ohne Ausnahme, für ein fabelhaftes Filmhighlight. Die Effekte kommen zwar nicht ganz an die großen Hollywoodfeuerwerke heran, werden aber trotzdem alle Liebhaber solcher Spielereien durchaus überzeugen.
Die Story ist spannend und sicherlich auch gut, allerdings lehnt sie sich doch sehr an die „Matrix-Trilogie“ an. Irgendwie wird man stellenweise das Gefühl nicht los, das ganze schon mal gesehen zu haben. Trotz aller neuen Ideen, die man „Wächter der Nacht“ auch sicherlich positiv anrechnet, muss man doch immer wieder an den Auserwählten Neo denken. Wenn man nicht zu Beginn des Streifens schon mal ein Auge hätte zudrücken müssen (die ersten fünf Minuten und auch der ein oder andere Name erinnern sehr an „Herr der Ringe"), wäre es ein Leichtes gewesen der russischen Filmproduktion diese Schwäche zu verzeihen. So allerdings muss „Wächter der Nacht“ diesen kleinen aber doch feinen Schönheitsfehler hinnehmen. Was sehr schade ist, denn mit nur einem kleinen Hauch mehr Einfallsreichtum wäre es für die Macher bestimmt ein Leichtes gewesen diesen Makel zu umgehen.
Letztendlich ist „Wächter der Nacht“ jedoch ein toller und sehr sehenswerter Streifen, der sich mit Sicherheit nicht nur mit diesem einen Teil zufrieden geben wird. Wir freuen uns darauf, wenn es mit „dem einen Anderen“ weitergeht. Eine gute, wenn auch ausbaufähige Grundlage für Fortsetzungen wurde hiermit auf jeden Fall geschaffen.
(Tom) Vorsicht ist geboten, wenn man das Buch zum Film gelesen hat. Im Vergleich zur Vorlage taugt der Film nämlich gar nichts. Die Geschichte wird gegen zahlreiche, billige Tricks getauscht, die Dialoge sind hölzern, die Charaktere blass. Viel zu viel wurde verändert und in einen Film gepresst, der dem Buch überhaupt nicht gerecht wird. Man wird als Zuschauer das Gefühl nicht los, jetzt "noch mal eben schnell den Film zum Buch produziert zu haben" damit noch mehr Geld in die vollen Kassen des Autors und seiner Kollegen gespült wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, das "Wächter der Nacht" ein mehr als nur enttäuschendes, aber glorreiches Beispiel dafür ist, das Bücher eben doch besser als ihre Filme sind.