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Wie die Karnickel
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Regie
Sven Unterwaldt
Drehbuch
Ralf König
Produzent
Jens Nieswand
Genre Komödie FSK 16 Filmlänge 88 min Land Deutschland Kinostart 12.09.2002 DVD-Start 18.08.2003 Verleih Constantin Film |
Story
Die Langzeitbeziehung zwischen Musiker Horst und Freundin Vera droht schon seit längerem in die Brüche zu gehen. Als Vera dann auch noch Horsts geheime Freizeitbeschäftigung, seine Pornos, entdeckt, ist der Ofen endgültig aus. Sie packt ihre Sachen und flüchtet enttäuscht zu ihrer Mutter. Erst versteht Horst die Welt nicht mehr, doch dann entdeckt er die vielen positiven Seiten eines Singlelebens. Er tapeziert seine Wohnung mit Postern aus „Schmuddelheftchen“ und macht zusammen mit seinem homosexuellen Nachbarn Sigi ordentlich einen drauf. Dieser befindet sich zurzeit nämlich in einer ähnlichen Lage wie Horst, denn auch ihm ist Langzeitlover Hubert abhanden gekommen. Es dauert nicht lange, da haben die beiden Verlassen auch schon neues Frischfleisch entdeckt: Hubert beginnt mit der Opernsängerin Kriemhild Nastrowa eine innige, rein sexuelle Beziehung und Sigi mit dem gut aussehenden Möbelpacker Benno.
Allerdings sind die Expartner Hubert und Vera noch lange nicht aus den Köpfen der beiden verschwunden - Was das ganze Chaos nicht gerade einfacher gestaltet…
Schauspieler
Michael Lott, Sven Walser, Anna Böttcher, Heinrich Schmieder, Heinrich Schafmeister, Andreja Schneider, Alfonso Losa, Elke Czischek, Kelly Trump, Jochen Stern, Gertraud Röder, Niels Ruf
Filmkritik von Kathrin Lang
Über Geschmack und Humor lässt sich bekanntlich streiten. Für Streit wird die Komödie „Wie die Karnickel“ definitiv zu genüge sorgen. Während sich die einen auf ihrem Sofa vor Lachen kringeln, werden die anderen die qualvollen, einfach nicht komischen 90 Minuten Filmlänge über sich ergehen lassen - oder wenn sie die Wahl haben, den Fernseher einfach ausschalten.
Regisseur Sven Unterwaldt hat es sich mit “Wie die Karnickel“ offensichtlich als Ziel gesetzt die Toleranz der Gesellschaft gegenüber sexuellen Neigungen und Männerfantasien zu fördern. Eine der vielen Botschaften, die Unterwaldt dabei für seinen Zuschauer bereithält lautet: Liebe Frauen, akzeptiert doch einfach, dass sich eure Männer im kleinen Kämmerchen einen Porno nach dem anderen reinziehen und nachts schweißgebadet aufwachen, weil sie von einer der zig Pornoqueens aus ihren Filmchen geträumt haben! Himmel hilf - Selbst wenn es so sein sollte, wir Frauen sind bestimmt die Letzten, die das tatsächlich wissen wollen.
„Wie die Karnickel“ ist letztendlich nur etwas für die, die sich über solch überzogenen Botschaften amüsieren können und die, die es vielleicht sogar schaffen darüber hinwegzusehen. Alle andern: Finger weg, es gibt bestimmt eine bessere Alternative für die Abendgestaltung!

