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Safe House
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Regie
Daniel Espinosa
Drehbuch
David Guggenheim
Produzent
Scott Stuber
Genre Action-Thriller FSK 16 Filmlänge 115 min Land USA, Südafrika Kinostart 23.02.2012 DVD-Start 05.07.2012 Blu-ray-Start 05.07.2012 Verleih Universal Pictures |
Story
Matt Weston hat die Nase gestrichen voll von seinem stinkelangweiligen Job in einem Safe House in Kapstadt, Südafrika. Die CIA hat ihn hier her verdonnert und ihm den Posten des "Hausmeisters" anvertraut. Weiterentwicklung? Berufliche Chancen? Fehlanzeige. Da kommt es gerade recht, dass einer der meistgesuchtesten Verbrecher und Verräter der Welt, Tobin Frost, in Kapstadt festgenommen wurde und in "Matts" Safe House unterwegs ist. Kaum hier, geht es aber auch schon rund. Offenbar wurde der Standort des Safe House verraten, denn das Haus wird von einer Truppe gut bewaffneter Männer gestürmt. Matt hat keine Wahl und flieht mit Tobin Frost um ein neues Safe House zu finden. Doch diese Aufgabe ist gewaltig für ihn und seine Kompetenzen und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem das Leben des jungen Agenten auf dem Spiel steht...
Schauspieler
Denzel Washington, Ryan Reynolds, Vera Farmiga, Brendan Gleeson, Sam Shepard, Rubén Blades, Nora Arnezeder, Robert Patrick, Liam Cunningham, Joel Kinnaman, Fares Fares, Jenna Dover, Stephen Bishop
Filmkritik von Thomas Ays
Der Schwede Daniel Espinosa hat mit "Easy Money" bereits gut vorgelegt und durfte nun mit "Safe House" sein Hollywooddebüt geben. Dies tut er nicht mit irgendwelchen No-Name-Schauspielern, nein, nein. Espinosa fängt ganz oben an und hatte die Möglichkeit seinen actiongeladenen Thriller mit OSCAR-Preisträger Denzel Washington und dem ehemaligen Sexiest Man Alive Ryan Reynolds in Szene zu setzen. Zwei hochkarätige Schauspieler in vorderster Front, zu denen sich auch noch Vera Farmiga, Brendan Gleeson und Sam Shepard gesellen. Beste Voraussetzungen also, um einen richtig guten Film auf die Beine zu stellen. Doch nach der ersten halben Stunde ist klar, worauf sich der Schwede in "Safe House" konzentriert: auf die Action-Sequenzen. Die gibt es in diesem Film ständig und überall. Sie treten sogar so oft auf, dass man das als Zuschauer schon fast als ermüdend empfindet. Sicherlich kann man dem Regisseur nicht absprechen, seine rasanten Szenen mit einer großartigen Optik eingefangen und viel Zeit und Energie darauf verwendet zu haben, sie edel in Szene zu setzen. Was zu viel ist, ist aber zu viel. Ständig wird geballert, gerannt und gehetzt. Ständig fliegt etwas in die Luft oder wird zu Schrott gefahren. Nach dem Film weiß man dann auch warum. Das Drehbuch von David Guggenheim ist nämlich das Papier nicht wert, auf das es gedruckt wurde. Der Autor schrieb einen Hauch einer Handlung, die noch dazu durchsichtig und absolut vorhersehbar ist. Tiefgehende Dialoge, intelligente Verhörtechniken? Fehlanzeige. Am Anfang verwendet der Autor viel Zeit darauf, dem Zuschauer klarzumachen, welch großartiges Genie Tobin Frost (Denzel Washington) ist und als Zuschauer macht man sich anschließend selbstredend darauf gefasst, dass man sich von diesem Talent überzeugen kann. Doch daraus wird nichts, da dies das Buch schlicht nicht zulässt und man den Eindruck hat, dass sich Daniel Espinosa ohnehin lieber mit den Actionszenen beschäftigen wollte. Am Ende steht ein Schluss, der unpassend und der Story hingegen auch sehr unrealistisch wirkt.
Die Schauspieler, zumindest die beiden in vorderster Front, machen ihre Sache im Rahmen des seichten Drehbuchs durchweg überzeugend. Denzel Washington spielt undurchsichtig und auf den Punkt und Ryan Reynolds darf eine etwas andere Rolle spielen und ausnahmsweise nicht der harte Kerl sein. Die Nebenfiguren werden zwar von prominenten Gesichtern gespielt, dem Skript ist das aber herzlich egal und so hat man sie als Zuschauer auch bald schon wieder vergessen.
Viel Action - Null Handlung. "Safe House" beschäftigt sich fast zwei Stunden lang mit herausragend gefilmten Actionsequenzen und zwei glaubhaften Hauptdarstellern. Dies kann aber nicht über den Umstand hinwegtrösten, dass das Drehbuch vorhersehbar, seicht und unlogisch geraten ist. Es ist eine Schande, dass man solch erstklassige Schauspieler in einem derart uninspirierten Drehbuch mit einer derart blassen Figurenzeichnung verheizte.
Wissenswertes
Es waren zahlreiche gut beschäftigte Schauspieler im Gespräch für die Rolle des Matt Weston. Bevor Ryan Reynolds unterschrieb, waren auch Namen, wie Sam Worthington, Shia LaBeouf, Andrew Garfield, James McAvoy, Zac Efron, Channing Tatum, Jake Gyllenhaal, Tom Hardy, Chris Hemsworth und Chris Pine im Gespräch.
"Safe House" wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
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