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Tatort - Das erste Opfer (TV)
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Regie
Nicolai Rohde
Drehbuch
Stephan Brüggenthies, Leo P. Ard, Birgit Grosz
Produzenten
Sabine Tettenborn, Nils Reinhardt
Genre Krimi Filmlänge 88 min Land Deutschland, 2011 Verleih SWR |
Story
Die beiden Stuttgarter Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz müssen diesmal in einem besonders blutigen Fall ermitteln: Der Bauunternehmer Detlef Börner wurde nachts auf seiner aktuellen Baustelle getötet. Jemand ist mit einem Radlader in den Baucontainer gefahren und hat Börner mit der Schaufel aufgespießt, um ihn anschließend verbluten zu lassen. Das sieht ganz nach Rache aus, aber ein Verdächtiger will sich zunächst nicht finden lassen. Doch dann geschieht im nahegelegen Marbach ein zweiter Mord. Die Restaurantbesitzerin Sigrun Karrenbrock wird überfahren. Lannert und Bootz finden ein Foto am Tatort, das auch schon bei Detlef Börner an der Pinnwand hing. Wie es scheint, waren Börner und Karrenbrock vor Jahren ein Paar. Der ehemalige Freund der beiden, der Rechtanwalt Michael Joswig, ist nun der einzige Überlebende eines Freundeskreises, der damals unter mysteriösen Umständen plötzlich zerbrach. Ihm galt Börners letzter Anruf vor seinem Tod, doch Joswig will keine Ahnung davon haben, wer die beiden Morde verübt haben könnte.
Schauspieler
Richy Müller, Felix Klare, Carolina Vera, Miranda Leonhardt, Jürgen Hartmann, Johanna Janssen, Jakob Höhne, Johannes Allmayer, Hans-Werner Meyer, Julika Jenkins, Nina Gummich, Thomas Huber, Alexandra von Schwerin
Filmkritik von Melanie Frommholz
In ihrem neunten gemeinsame Fall haben es die Stuttgarter Tatort Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz mit einem klassischen Motiv zu tun: Rache. Die selbstverständliche Vertrautheit, mit der die beiden Schauspieler Richy Müller und Felix Klare die beiden Ermittler in der Zwischenzeit geben und wie souverän sie miteinander agieren ist mittlerweile eine feste Säule der Tatorte aus dem Ländle. Geschwäbelt wird hier zwar nur noch vom Gerichtsmediziner, dafür gibt’s Kommissare, die in trauter Einigkeit die Wäsche zusammenlegen. Herrlich! Regisseur Nicolai Rohde eröffnet hier weitere private Einblicke, was uns die beiden Kommissare noch näher bringt.
Das Autorenteam, bestehend aus Stephan Brüggenthies, Leo P. Ard und Birgit Grosz, hat sich für das starke und immer wieder gern gewählte Tätermotiv der Rache entschieden und darum herum einen undurchsichtigen, unterhaltsamen Fall konstruiert, der erst in den letzten Zügen seine Lösung preisgibt. „Das erste Opfer“ zeigt abseits der Morde auch, dass Ermittlungsarbeit oft einfach zähes Aktenwälzen ist. Ein realistischer Aspekt, jedoch mit wenig Potential für Dynamik. Womit wir beim Stichwort für diesen Tatort wären. Dynamik fehlt „Das erste Opfer“ leider in der ersten Hälfte. Mit einer Prise trockenem Humor wäre das sicherlich aufzufangen gewesen, doch auch davon gibt’s wenig. Die Ermittlungen werden von Regisseur Nicolai Rohde zu Beginn sehr behäbig und ohne innere Spannung inszeniert. Die Ruhe, die über allem liegt, wirkt zu wenig atmosphärisch dicht und eher einschläfernd. Erst mit der Zeit nimmt dieser „Tatort“ Fahrt auf, bis er einen dann aber der Mitte doch in seinen Bann zieht.
Wissenswertes
Alle Fälle von Lannert und Bootz:
• 2008: Hart an der Grenze
• 2008: In eigener Sache
• 2009: Tödliche Tarnung
• 2009: Das Mädchen Galina
• 2009: Altlasten
• 2010: Blutgelt
• 2010: Die Unsichtbare
• 2011: Grabenkämpfe
• 2011: Das erste Opfer
• 2012: Scherbenhaufen
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