Stummer Schrei

Silent Fall

Filmplakat Stummer Schrei
Regie Bruce Beresford  Drehbuch Akiva Goldsman  Produzent James G. Robinson 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 100 min
Land USA  Kinostart 11.05.1995  Verleih Warner Bros. Pictures

Story

Kinderpsychologe Dr. Jake Rainer ist einer der besten auf seinem Gebiet – allerdings hat er sich seit einem schrecklichen Unfall, bei dem ein Kind unter seiner Obhut ums Leben kam, in den Ruhestand begeben. Als jedoch sein Freund, Sheriff Rivers, ihn um seine Hilfe bei einem Fall bittet, ist Rainer hin und her gerissen. Der 9jährige, autistische Tim hat vermutlich gesehen, wie seine Eltern brutal ermordet wurden. Nach einigem Zögern nimmt Rainer den Fall an und versucht, gemeinsam mit Tims 17jähriger Schwester Sylvie die schreckliche Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch wie weit kann er dabei gehen, ohne den Jungen zu verletzen? Und in wie weit ist er selbst in seiner Vergangenheit gebunden?

Schauspieler

Stummer Schrei Richard Dreyfuss, Linda Hamilton, John Lithgow, Ben Faulkner, J. T. Walsh, Liv Tyler, Zahn McClarnon,

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 5 von 5 Ms Stummer Schrei Das Wort, beziehungsweise die Beschreibung „Großartig!“ trifft fast immer zu, wenn Richard Dreyfuss in einem Film zu sehen ist. Auch als Kinderpsychologe Dr. Jake Rainer weiß der Mime wieder, wie authentisches Schauspiel auszusehen hat. Dieser Mann strahlt eine sensationelle Kompetenz aus, man glaubt ihm jede Bewegung und jedes Wort. Doch auch der kleine Ben Faulkner spielt seine Rolle des autistischen Tim tief beeindruckend und gänzlich überzeugend – Schade, dass diese Rolle bis heute die einzige war, die er spielte. Auch höchst glaubhaft sind John Lithgow als Dr. Rene Harlinger und Linda Hamilton als Karen Reiner. In „Stummer Schrei“ ist auch erstmals Liv Tyler zu sehen, die später mit „Armageddon“ und „Der Herr der Ringe“ berühmt werden sollte.
Jeder Thriller-Liebhaber wird bei diesem Streifen gut aufgehoben sein. Sowohl Dramatik, als auch Spannung hat „Stummer Schrei“ zur Genüge. Hier weiß man garantiert nicht, wie das Ende aussehen wird - Toll!

Wissenswertes

Stummer Schrei - "Stummer Schrei" ist das Filmdebüt von Liv Tyler.
- Auf der Berlinale wurde der Film für den Goldenen Bären vorgeschlagen.
- Für sein Drehbuch zu "A beautiful Mind" gewann Akiva Goldsman den OSCAR.



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Kommentare

ginaya schreibt am 20.12.08, 09:12
Die Thematik Autismus wird leider in den meisten Filmen und auch anderen Medien völlig missverständlich dargestellt, so auch in diesem Film. Es entsteht der Eindruck, als haben die Zuständigen einen kurzen Blick in den Symptomen-Pool geworfen und sich dann die interessantesten rausgepickt, ohne sich eingehender damit zu befassen.
Wie schon "Powermike" schrieb, gibt dieser Film ein völlig falsches Bild vom Phänomen Autismus.
Selbst wenn der Junge rein physiologisch in der Lage wäre, die Stimmen perfekt zu imitieren (was in seinem Alter aufgrund des noch nicht stattgefundenen Stimmbruchs und anderer Faktoren äußerst fragwürdig ist), würde er "nur" kopieren im Sinne einer Echolalie. Eine derart kreative Lösung, dass er mit der Stimme eines anderen seine Schwester aus dem Haus lockt, ist absolut daneben gegriffen. Und auch andere seiner Symptome sind missverständlich oder falsch dargestellt, wie z.B. auch die Tatsache, dass er sich gegen Ende des Films verkleidet (ein Umstand der mir als Fachkraft in der Realität nie unterkam und der schlicht nicht ins Bild passt). Das eine Korifäe wie Dr. Rainer (er wird ja beinahe als Gott in weiß dargestellt) ernsthaft den Versuch startet, den Jungen mittels eines Puppenspiels zum Reden zu bringen ("das ist Papa, das ist Mama, das bist du") lässt ihn inkompetent und lächerlich erscheinen.
Unabhängig von der inkompetenten Darstellung des Autismus' hat mir der Film zunächst sehr gut gefallen, wobei er durch die nicht enden wollenden Versuche, auf "subtile" Art eine falsche Spur zu legen, irgendwann lächerlich wirkt (wer der Täter ist, die Motive dafür, etc.)
Alles in allem fand ich den Film definitiv nicht sehenswert und viel zu durchschaubar. Das einzig positive daran war, dass dadurch ein intensives Fachgespräch angeregt wurde - ansonsten kann ich ihn in keinster Weise empfelhen.
Sabrina schreibt am 14.07.07, 16:46
Ein sehr sehr guter Film! Ist ja klar das das nicht im wahren Leben so glatt läuft wie im Film, also das der Junge wieder spricht und so weiter! Aber das ist ja auch nur ein Film!
Powermike schreibt am 09.07.07, 19:53
Also ich finde dass dieser Film eine Unverschämtheit ist. Ich fand ihn auch bis kurz vor Ende ganz gut. Das Ende ist ein Witz...Jeder der sich mit dieser ARt von AUtismus auskennt, weiss das die Rettung die der Junge vornimmt unmöglich ist und auch das er plötzlich spricht ist einfach nur lächerlich und eine Bloßstellung fpür alle Eltern die ein Kind mit dieser Art von Autismus haben. Sieht ja gerade so aus als müsste nur ein Psychologe kommen und er baut innerhalb von ein paar wochen so ein vertrauen auf und spricht auf einmal....also ich finde iene gute Filmidee mit einem spannenden STart aber einem sSO schlechtem Ende, dass der Film insgesamt in meinen Augen sehr schwach ist und ein falsches Bild von Kindern abgibt die an Autismus leiden.
B0BBYD schreibt am 09.07.07, 00:24
ein sehr guter film...spannend bis zum ende
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