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Nowhere Boy
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Regie
Sam Taylor-Wood
Drehbuch
Matt Greenhalgh
Produzenten
Robert Bernstein, Kevin Loader, Douglas Rae
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 97 min Land Großbritannien, Kanada Kinostart 09.12.2010 DVD-Start 20.05.2011 Blu-ray-Start 20.05.2011 Verleih Senator Film |
Story
Liverpool, 1950er Jahre: John Lennon ist gerade 15 Jahre alt, von der Schule gelangweilt und wächst unter dem Einfluss zweier Mutterfiguren auf. Während die eine, Mimi, seinem aufkeimenden Musiktalent skeptisch entgegensieht und auf einen guten Schulabschluss pocht, unterstützt die andere, Julia, seine musikalische Ader wo sie nur kann. Julia, selbst musikbegeistert und sehr lebensfroh, bringt John das Banjospielen bei und führt ihn in die Welt der Musik ein. Bald schon gründet John seine eigene Band und lernt dabei, über einige Ecken, den talentierten Gitarristen Paul McCartney kennen. Der Beginn einer Freundschaft und eines gemeinsamen Lebenswegs auf den Spuren des Rock 'n' Roll...
Schauspieler
Aaron Johnson, Kristin Scott Thomas, Anne-Marie Duff, David Threlfall, Josh Bolt, Ophelia Lovibond, Karrie Hayes, Angela Walsh, Paul Ritter, Richard Syms, James Johnson, Angelica Jopling, David Morrissey
Filmkritik von Kathrin Lang
Regisseurin Sam Taylor-Wood erzählt mit ihrem Debütfilm „Nowhere Boy“ von den Jugendjahren des legendären John Lennon. Ohne dabei den Namen „Beatles“ nur einmal zu erwähnen, lässt sie die Welt des Rock 'n' Roll der 1950er Jahre aufleben und erzählt die Geschichte vor der eigentlichen Geschichte. Dabei greift sie auf typische Elemente des Coming-of-Age-Genres zurück. Oberflächlich ist „Nowhere Boy“ die Geschichte über einen Jugendlichen, der unter dem Einfluss zweier Mütter heranwächst, der sich für Mädchen interessiert, der die Schule vernachlässigt, um seinen jugendlichen Trieben Platz zur Entfaltung zu geben. Dazwischen webt Taylor-Wood jedoch das Element der Musik ein. Fein verknüpft sie das Heranwachsen und familiäre Missstände von John Lennon mit der Entdeckung der Musik und mit den musikalischen Anfängen eines Ausnahmetalents, das Geschichte geschrieben und die Musikwelt nachhaltig beeinflusst hat.
Während die Inszenierung dabei wenig Überraschungen bietet, die Geschichte sich geradlinig ohne große Schnörkel entwickelt, sind es vor allem die drei Hauptdarsteller, die „Nowhere Boy“ etwas Besonderes verleihen. Nach und nach findet sich das Schauspieltrio rundum Aaron Johnson, Kristin Scott Thomas und Anne-Marie Duff mehr in ihren Rollen ein und läuft bis zum großen, tragischen Showdown immer mehr zu Hochform auf. Mit wahrer Intensität und Authentizität entfachen die drei Mimen ein Feuerwerk der Emotionen, das von den musikalischen Elementen des Biopics hervorragend ergänzt und unterstrichen wird.
„Nowhere Boy“ ist ein rundes Künstlerbiopic, das in seiner Inszenierung anderen Filmen dieses Genres stark ähnelt, dafür aber durch schauspielerische Glanzleistungen überrascht!
Wissenswertes
Drehbuchautor Matt Greenhalgh lieferte 2008 bereits die Vorlage für das Ian Curtis-Biopic "Control".
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