Spiel mir das Lied vom Tod

C'era una volta il West

Filmplakat Spiel mir das Lied vom Tod
Regie Sergio Leone  Drehbuch Sergio Donati, Sergio Leone  Produzent Fulvio Morsella 
Genre Western  FSK 16  Filmlänge 164 min
Land Italien  Kinostart 14.08.1969  DVD-Start 23.09.1999  Verleih Paramount

Story

Jill McBain lässt ihr altes Leben hinter sich, um in der Einöde des staubigen Westens ihr Glück zu finden. Auf der Farm ihres frisch angetrauten Ehemannes findet sie aber nur noch seine Leiche und die seiner Kinder vor. Der Verdacht fällt sofort auf den skrupellosen Cheyenne, doch der beteuert seine Unschuld und bietet ihr an, den wahren Killer zu finden. Dann kommt noch ein mysteriöser Cowboy ins Spiel, der ebenso geschickt im Umgang mit seinem Colt, wie auch mit seiner Mundharmonika ist. Es beginnt ein brutaler Rachefeldzug, der zum ruchlosen Killer Frank führt, der im Auftrag der Eisenbahngesellschaft kaufunwillige Landbesitzer eiskalt tötet.

Schauspieler

Spiel mir das Lied vom Tod Claudia Cardinale, Henry Fonda, Charles Bronson, Jason Robards Jr., Gabriele Ferzetti, Frank Wolff, Keenan Wynn

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 6 von 5 Ms Spiel mir das Lied vom Tod Gibt es überhaupt einen Film, der den Titel „Film aller Filme“ verdient, dann ist das mit ziemlicher Sicherheit „Spiel mir das Lied vom Tod“. Sergio Leone inszenierte hier eine Abrechnung mit dem Mythos des „Goldenen Westerns“, die ihresgleichen sucht. Vor allem den grandiosen Darstellern ist es zu verdanken, dass dieser Streifen zum Höhepunkt des Italo-Westerns avancierte. Ein unvergleichlich agierender Charles Bronson, der mit seinen sprechenden Augen mehr sagt, als tausend Worte, lässt dem Zuschauer immer wieder buchstäblich den Atem stocken. Mit seinem eindringlichen Spiel auf der Mundharmonika macht er deutlich, dass bei ihm alle Fäden zusammen laufen, er die eigentliche Schlüsselfigur ist. Seine Rolle in dem Ganzen bleibt lange Zeit im Dunkeln und das verleiht dem Film eine atemlose Spannung. Auch Henry Fonda als finsterer Bösewicht überzeugt restlos – hier zeigt sich einmal mehr, dass ein großer Schauspieler auch ohne viele Worte in seiner Rolle glänzen kann. Wie keinem anderen Film gelingt es „Spiel mir das Lied vom Tod“, ohne große Dialoge auszukommen. Hier sind nicht die Worte wichtig – die Bilder und vor allem die Darsteller sprechen für sich. So auch die legendäre Claudia Cardinale, die für die Rolle der rachedurstigen Witwe wie geschaffen scheint.

Bei „Spiel mir das Lied vom Tod“ stehen nicht, wie bei vielen anderen Western, lautstarke Schießereien im Vordergrund. Was die Kontrahenten einander ohne Worte, nur mit ihren Blicken, sagen, ist ausschlaggebend – und hier fühlt sich auch ein Zuschauer, der ansonsten wenig mit dem Genre anfangen kann, absolut gefesselt. Aber erst die unvergleichliche Filmmusik von Ennio Morricone macht „Spiel mir das Lied vom Tod“ zu einem wahren Meisterwerk – hier ist Gänsehaut vorprogrammiert! Eine meisterhafte Kameraführung und eine grandiose Inszenierung runden das Gesamtbild ab. „Spiel mir das Lied vom Tod“ ist ein großartiges Epos, das nicht nur für Western-Fans ein absolutes Muss darstellt.

Wissenswertes

Spiel mir das Lied vom Tod „Spiel mir das Lied vom Tod“ wurde die erste US Produktion von Starregisseur Sergio Leone.



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Kommentare

MDMA schreibt am 26.06.11, 11:25
der film is hammer!ein echter klassiker...ich finde die hauptdarstellrin bildhübsch.sogar noch hübscher als die stars von heute=)
Natascha schreibt am 06.08.09, 18:02
Spiel mir das Lied vom Tod habe ich mit meinen jetzt 27 Jahren zum ersten Mal gesehen, nachdem ich von meinem Arbeitskollegen öfters zu hören bekommen habe, dass er ein "Meilenstein der Filmgeschichte" ist. Und ich muss ihm Recht geben! Der Film hat eine Atmosphäre die mich wirklich überrascht hat! Meiner Meinung nach entsteht diese hauptsächlich durch die Musik. Die Schauspieler sind natürlich auch nicht zu verachten!! Man merkt dem Film sein "Alter" nicht an. Obwohl er so alt ist (Entschuldigung an alle Liebhaber der älteren Filme), scheint er doch zeitlos zu sein!
Diesen Film muss man auf jeden Fall gesehen haben! (Ein Dank an Achim für den Tip!!)
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