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Tatort - Leiden wie ein Tier (TV)
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Regie
Uwe Janson
Drehbuch
Scarlett Kleint, Ilse Biberti
Genre Krimi Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2005 Verleih RBB |
Story
In der Nacht vor der Hochzeit mit der Abteilungsleiterin des Berliner Pharmakonzerns NOVOFACT, wird Eugen Jähnicke, Leiter eines Instituts für Tierversuche, ermordet an seinem Arbeitsplatz aufgefunden. Die Todesursache ist unklar, doch sicher ist, dass sich der Mörder große Mühe gegeben hat: Jähnicke wurde auf dem Seziertisch in der Tierpathologie grauenhaft aufbereitet. Die Ermittlungen führen Ritter und Stark schnell zu der Stieftochter des Toten. Das Verhältnis zwischen Caroline Jähnicke und ihrem Vater ist seit einiger Zeit stark unterkühlt. Caroline ist Tierschützerin und boykottiert schon seit längerem die Arbeit im Institut. Doch hat Caroline tatsächlich ihren Vater ermordet?
Schauspieler
Dominic Raacke, Boris Aljinovic, Ernst-Georg Schwill, Milan Peschel, Martin Aaron Müseler, Karoline Teska, Volker Bruch, Nele Mueller-Stöfen, Jenny Gröllmann, Walter Kreye
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit den „Tatorten“ aus Berlin ist es so eine Sache: Während es sich zum durchaus nervigen Running-Gag entwickelt hat, dass Kommissar Till Ritter seine Machoader bei jeder Gelegenheit zum Vorschein kommen lässt und alles anflirtet was schön aussieht und weiblich ist, ist Kommissar Felix Stark häufig zu antriebslos in seinen Ermittlungen und geht neben seinem sehr präsenten Kollegen vor der Kamera unter. Die Folge „Leiden wie die Tiere“ gehört jedoch zu jenen eher seltenen „Tatort“-Fällen aus Berlin, bei denen die Harmonie und das Gleichgewicht zwischen den Ermittlern überraschend gut stimmt. Beide Kommissare ermitteln ebenbürtig in dem aktuellen Mordfall und obwohl sich die Gelegenheit durchaus geboten hätte, hält sich Ritter in Sachen Frauen angenehm zurück. Zwar sind die Ermittlungsmethoden der beiden Berliner „Tatort“-Kommissare nach wie vor nicht immer ganz schlüssig und manchmal zäh, dennoch hält das Duo Ritter-Stark in dieser Folge überraschend gut bei Laune.
Auch der Fall, den die beiden Drehbuchautorinnen Scarlett Kleint und Ilse Biberti für den Berliner-„Tatort“ niedergeschrieben haben, hat es in sich. Das heikle Thema illegaler Tierfang auf offener Straße und Medikamentenversuche an Tieren wurde in „Leiden wie die Tiere“ ergreifend aufbereitet. Da ist es auch weniger schlimm, dass die Mördersuche am Ende der Ermittlungen weniger fesselnd geraten ist. Die Wende in der Geschichte kommt etwas unvermittelt und erscheint nicht wirklich glaubhaft.
Es läuft nicht alles gänzlich rund in diesem Berliner „Tatort“ – gute Unterhaltung, mit einem angenehm agierenden Ermittlerduo und einem wichtigen Thema, ist aber dennoch garantiert.
Wissenswertes
Alle Fälle von Ritter und Stark:
• 2001: Berliner Bärchen
• 2001: Der lange Arm des Zufalls
• 2001: Tot bist Du!
• 2002: Zahltag
• 2002: Filmriss
• 2002: Zartbitterschokolade
• 2003: Die Liebe und ihr Preis
• 2003: Rosenholz
• 2003: Dschungelbrüder
• 2004: Eine ehrliche Haut
• 2004: Der vierte Mann
• 2005: Todesbrücke
• 2005: Leiden wie ein Tier
• 2006: Kunstfehler
• 2006: Liebe macht blind
• 2007: Dornröschens Rache
• 2007: Schleichendes Gift
• 2008: Tod einer Heuschrecke
• 2008: Blinder Glaube
• 2009: Oben und Unten
• 2009: Schweinegeld
• 2010: Hitchcock und Frau Wernicke
• 2010: Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen
• 2011: Edel sei der Mensch und gesund
• 2011: Mauerpark
• 2012: Alles hat seinen Preis
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