Yasmin

Filmplakat Yasmin
Regie Kenny Glenaan  Drehbuch Simon Beaufoy  Produzenten Jonathan Olsberg, Sally Hibbin, Bernd Hellthaler 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 84 min
Land Großbritannien  Kinostart 26.05.2005  DVD-Start 21.04.2006  Verleih Arsenal Film

Story

Obwohl der Vater der pakistanischen Immigrantin Yasmin zu Hause ein traditionell muslimisches Familienleben abnötigt, lässt sie sich nicht davon abhalten „draußen“ ein zweites, westlich orientiertes Leben als moderne englische Frau zu leben. Religion spielt nur in den eigenen vier Wänden eine Rolle und auch die Probleme damit beschränken sich auf das häusliche Umfeld. Doch dann kommt der 11. September 2001 und Yasmin muss feststellen, dass auch sie plötzlich kritisch beäugt wird und ihr mögliche terroristische Verbindungen unterstellt werden. Völlig entgeistert muss sie mit ansehen, wie die britische Polizei ihr Haus und dass ihres Vaters stürmt, weil die Familie angeblich Kontakte zu Terrorverdächtigen hat. Der äußere Druck bewirkt bei der progressiv eingestellten Yasmin etwas, was sie selbst wohl nie für möglich gehalten hätte – Sie sucht Trost in ihrer Religion und wendet sich wieder dem Islam zu...

Schauspieler

Yasmin Archie Panjabi, Renu Setna, Shahid Ahmed, Steve Jackson, Syed Ahmed, Gary Lewis

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Yasmin „Yasmin“ – Ein Film, den man nicht „mal eben so“ konsumiert. Der englischen Drehbuchautor Simon Beaufoy, aus dessen Feder unter anderem das Drehbuch zu der heiteren Arbeiter-Komödie „Ganz oder gar nicht“ stammt, erzählt hier eine Geschichte, die zeigt, dass man seine Herkunft nicht abschütteln kann, so sehr man auch versucht sich in eine andere Gesellschaft einzupassen. Ein Film, der davon erzählt, wie der 11. September 2001 das Leben muslimischer Einwanderer verändert hat und der verdeutlicht, mit welcher Unkenntnis und mit welchen Vorurteilen wir immer wieder an einander vorbei reden und handeln. Eines wird dabei besonders klar: es gibt keinen schlechteren Ratgeber als die Angst. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt. Was der Film, dabei trotz einiger schleppender Sequenzen, gut herausarbeitet ist, dass niemand gänzlich gefeit ist vor pauschaler Vorverurteilung. Gestern noch hoch geachteter Kollege- morgen schon Terrorverdächtiger Nummer 1.



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