Beautiful Thing

Filmplakat Beautiful Thing
Regie Hettie MacDonald  Drehbuch Jonathan Harvey  Produzenten Tony Garnett, Bill Shapter 
Genre Komödie (Gay)  FSK 12  Filmlänge 90 min
Land Großbritannien  Kinostart 02.01.1997  Verleih Pro-Fun Media

Story

Jamie's Gefühlschaos ist nicht in Worte zu fassen. In der Schule der Außenseiter, zuhause missverstanden: Der Junge ist mit seiner Situation total überfordert. Und dann ist dann noch Ste, sein Nachbar und Schulkamerad. Ob er seine Gefühle ihm gegenüber noch lange verheimlichen kann? Und wie empfindet Ste?

Schauspieler

Beautiful Thing Linda Henry, Glen Berry, Scott Neal, Ben Daniels, Tameka Empson, Anna Karen, John Benfield, Jeillo Edwards

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 5 von 5 Ms Beautiful Thing Großartig! „Beautiful Thing“ hat alles für einen lustigen, nachdenklichen und niveauvollen Filmabend zuhause: Der Streifen zeigt herrlich gezeichnete Figuren, die mit tollen Schauspielern besetzt wurden und bietet eine rundum gelungene, nie aufgesetzte oder unehrliche Geschichte, die berührt und sehr romantisch gefilmt wurde.
Ganz klar ein Film für das richtige Publikum. Wer jedoch auch vom anderen Ufer aus zusehen mag, ist herzlich eingeladen.



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Kommentare

Arno Abendschön schreibt am 18.03.07, 08:50
Was uns wie eine Schwäche des Drehbuchs vorkommen mag, ist bewusste Schwerpunktsetzung. Das britische Kino der Neunziger betont den Vorrang des Gesellschaftlichen vor dem Individualpsychologischen. Wir haben es hier mit einer intellektuellen Gegenbewegung gegen die Politik unter Thatcher und Blair zu tun. Wo der Staat auf Privatisierung und Entstaatlichung setzt, legt die Filmkunst verstärkt Wert auf die Stellung des Individuums innerhalb der Gesellschaft, seine Abhängigkeit von ihr und seine Selbstbehauptung ihr gegenüber. Deshalb ist in Beautiful Thing der Hauptschauplatz nicht Jamies Bett, sondern der Hochhauslaubengang vor der Wohnung seiner Mutter. Das ist in sich konsequent und überzeugend.

In diesem Zusammenhang erscheint auch die Schlussszene in ihrem eigentlichen Licht. Dieses auf den ersten Blick wenig realitätsnahe schwul-lesbische Tanzen auf der Plaza zwischen den Hochhäusern, mit den Nachbarn als neutrales bis wohlwollendes Publikum, ist nicht "märchenhaft", wie es hier und da in der Werbung für den Film heißt - der treffende Ausdruck lautet: utopisch. Und für diese Einstellung sollte man einen Extrapluspunkt vergeben.

Fazit: Auch von diesem Film kann man in Deutschland immer noch einiges lernen. Außerdem macht es Spaß, ihn anzusehen. Er ist tatsächlich auch herzerwärmend.
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