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Ein ganz gewöhnlicher Jude
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Regie
Oliver Hirschbiegel
Drehbuch
Charles Lewinsky
Produzenten
Hubertus Meyer-Burckhardt, Claudia Schröder
Genre Drama FSK 0 Filmlänge 93 min Land Deuschland Kinostart 19.01.2006 Verleih NFP |
Story
Als der Journalist Emanuell Goldfarb die Einladung bekommt, vor einer Schulklasse über sein Leben als Jude im heutigen Deutschland zu sprechen, ist er alles andere als begeistert. Schließlich ist er ja keine bedrohte Tierart, die man noch mal schnell vor ihrem Aussterben befragen muss.
Die Formulierung einer schriftlichen Absage wird für Goldfarb unerwartet zu einer Auseinandersetzung mit seinem bisherigen Leben, seiner Familie und der Frage: Kann man heutzutage ein ganz gewöhnlicher Jude in Deutschland sein?
Schauspieler
Ben Becker, Siegrfied W. Kernen, Samuel Finzi
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Ein ganz gewöhnlicher Jude“ – fast 89 Minuten Monolog – Ben Becker und eine Kamera zum Thema Juden im heutigen Deutschland. Sicherlich keine leichte Thematik und durch die Art der Umsetzung auch kein Film, den man mal eben so wegkonsumiert. Dank einem genialen Drehbuch und einem Hauptdarsteller, der sein Handwerk sichtlich versteht, ist die Geschichte von Emanuel Goldfarb und seiner Auseinandersetzung mit sich, seiner Vergangenheit und seinem Jude-Sein in Deutschland jedoch ein Film geworden, der weder trocken noch langatmig ist. Das Thema polarisiert, keine Frage, und manche Äußerungen werden sicherlich nicht auf die ungeteilte Zustimmung der Zuschauer stoßen. Jedoch fällt angenehm auf, das es hier nicht um den erhobenen Zeigefinger ging, sondern schlicht um die Frage: „Bin ich ein jüdischer Deutscher, oder ein Jude in Deutschland?“
