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Merry Christmas
Joyeux Noël
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Regie
Christian Carion
Drehbuch
Christian Carion
Produzent
Christophe Rossignon
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 115 min Land Frankreich, Deutschland, Belgien Kinostart 24.11.2005 DVD-Start 20.11.2006 Blu-ray-Start 21.10.2011 Verleih Senator Film |
Story
Frankreich, 1914: Im so genannten "No Mans Land" stehen sich im Schützengraben französisch-schottische und deutsche Soldaten gegenüber. Taktisch versuchen sie den jeweils anderen auszutricksen und die Situation unter Kontrolle zu bringen. Am Heiligabend jedoch geschieht etwas schier Unglaubliches: Vom Singen und feiern der Feinde berührt, beschließen die Streitkräfte eigenmächtig (!!!) über Weihnachten die Waffen nieder zu legen, und gemeinsam Weihnachten zu feiern. Unfassbar menschlich inmitten des Ersten Weltkrieges...
Schauspieler
Daniel Brühl, Benno Fürmann, Diane Kruger, Guillaume Canet, Dany Boon, Lucas Belvaux, Bernard Le Coq, Steven Robertson, Alex Ferns, Joachim Bissmeier, Frank Witter, Christopher Fulford, Robin Laing
Filmkritik von Thomas Ays
Wer sich die Frage stellt, ob es ein neuer Kriegsfilm zu Weihnachten sein muss, oder ob überhaupt wieder ein Film dieses Genres ins Kino gehört, fragt vielleicht zu Recht. Zu Recht deshalb, weil er eben genau DAS nicht ist – Ein Kriegsfilm. „Merry Christmas“ ist wunderbar gefilmt und bietet dem Zuschauer eindrucksvolle Bilder bis zum Schluss. Die Musik ist gut ausgewählt und passt herausragend gut zum Gesamtbild.
Die Geschichte ist ein einziges Kopfschütteln. Unglaublich, dass so etwas wirklich passiert sein soll. Großartig auch die Schauspieler. Daniel Brühl, vielleicht einen Tick zu jung, ein genialer Benno Fürmann und eine wie immer tolle Diane Krüger tragen die bewegende Handlung. Doch auch ihre internationalen Kollegen sind grandios!
Hier ist dennoch kein trister und dramatischer Streifen entstanden, im Gegenteil. Der Wortwitz und die Situationskomik sind genial! Erst im Nachhinein wird einem die Dramatik des Films bewusst und gibt hervorragenden Stoff für Diskussionen ab.
Alles in allem kann man „Merry Christmas“ getrost als echtes Mahnmal für die Menschlichkeit bezeichnen. Würden die Soldaten und Kriegstreiber unserer Zeit heute begreifen, was die damaligen 1914 begriffen hatten, würde unsere Welt heute vielleicht ganz anders aussehen.
