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Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern
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Regie
Dagmar Knöpfel
Drehbuch
Dagmar Knöpfel
Produzenten
Alena Rimbach, Herbert Rimbach
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 112 min Land Deutschland Kinostart 17.11.2005 Verleih Movienet Film GmbH |
Story
Bozena Nemcova, eine der bekanntesten tschechischen Schriftstellerinnen, führte kein einfaches Leben. Von ihrem Mann unterdrückt und gedemütigt, scheint für sie der einzige Trost das Schreiben zu sein, doch auch diese Leidenschaft versucht er ihr wegzunehmen.
Als Die Schriftstellerin an Gebärmutterkrebs erkrankt, hält sie es mit ihrem Mann nicht mehr länger aus und verschwindet über Nacht. In ihrem eigenen kleinen Zimmer beginnt sie einen Brief an ihren Verleger, der sie drängt endlich ihr Gesamtwerk heraus zu geben, zu schreiben. Sie erzählt ihm von ihrem Leid und ihrem harten Schicksal. Der erste Brief war für Bozena jedoch nicht gut genug und so schreibt sie einen zweiten und auch einen dritten Brief. Während sie ihre traurige Lebensgeschichte niederschreibt, schreitet ihre Krankheit immer weiter fort. Aber solange sie schreibt, hat sie Kraft um zu überleben.
Schauspieler
Corinna Harfouch, Boleslav Polivka, Petr Forman, Ondrej Vetchy, Anna Polivkova, Tána Fischerová, Adrian Jastrabon
Filmkritik von Kathrin Lang
„Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern“ basiert auf den drei letzten Briefen der berühmten tschechischen Schriftstellerin Bozena Nemcova. Aus insgesamt 25 Seiten sehr engem und dichtem Material entstand Stück für Stück ein Film, der den traurigen Leidensweg der Schriftstellerin erzählt.
Sehr bewundernswert ist dabei Hauptdarstellerin Corinna Harfouch, die sichtlich viel Kraft und Energie in die Umsetzung ihrer Rolle steckte. Durch ihre enormen Leistungen lässt sie den Zuschauer geradezu mitfühlen welchen seelischen und auch körperlichen Schmerz Bozena Nemcova erleiden musste.
Es muss hier jedoch auch eine Warnung ausgesprochen werden: „Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern“ ist keine leichte Kost, die man sich mal so eben schnell ansieht. Der Film lässt sich sehr viel Zeit und zeigt die meisten Szenen sehr intensiv und genau. Dadurch, dass die drei Briefe auch nahezu dieselbe Geschichte erzählen, werden viele Szenen oftmals fast identisch wiederholt, was den Streifen stellenweise, und auch gerade zum Schluss hin, sehr mühsam werden lässt. Hinzu kommt, dass Erinnerungen, die Bozena Nemcova während ihrem Schreiben hatte, oftmals zusammenhangslos und ganz plötzlich gezeigt werden - So, dass es dem Zuschauer sehr schwer fällt diese Szenen richtig in die Handlung einzuordnen.
Tolle schauspielerische Leistungen und eine nicht ganz einfache Geschichte über eine Frau, die so lange sie schreiben konnte, die Kraft zu leben hatte: „Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern“!
