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Die Boxerin
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Regie
Catherina Deus
Drehbuch
Martina Klein
Produzenten
Susann Schimk, Jörg Trentmann, Mario Stefan, Clarens Grollmann
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 112 min Land Deutschland Kinostart 09.02.2006 Verleih Stardust |
Story
Irgendwo bei Eberswalde in Brandenburg. Johanna hat gerade ihren x-ten miesen Job verloren und versinkt nun noch tiefer in die Hoffnungslosigkeit, die sich wie eine Decke über die gesamte Region legt. Nicht nur ihr „männliches“ Auftreten, sondern auch die Armut der Familie macht die junge Frau zur Außenseiterin. Jegliche Anbiederungsversuche aussichtslos. Manchmal erlaubt sich Johanna zu träumen: Boxerin will sie werden, wie ihr verstorbener Vater. Doch der ortsansässige Boxclub nimmt keine Frauen. Erst der Besuch einer alten Freundin aus Schultagen macht Johanna Mut, ihren Traum zu leben.
Schauspieler
Katharina Wackernagel, Fanny Staffs, Nanon Strachè, Martin Brambach, Devid Striesow, Teresa Weißbach, Marc Richter
Filmkritik von Melanie Frommholz
Wer schon einmal durch das Berliner Umland gefahren ist, kann sie nachempfinden, diese fast greifbare Hoffnungslosigkeit, die über diesem Landstrich in den neuen Bundesländern liegt, in dem manche Ortschaften 2005 noch so aussehen, als wäre die Wende erst gestern gewesen. Regisseurin Catharina Deus hat in ihrem Erstlingswerk diese besondere Stimmung eindrucksvoll in Bilder eingefangen und durch sehr authentisch wirkende Charaktere ein Gesicht gegeben. Allen voran überzeugt Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel als „Die Boxerin“ Johanna, die insgeheim davon träumt durch das Boxen dieser Trostlosigkeit zu entfliehen. Manch einen wird dieser Plot an den oscargekrönten Clint Eastwood-Film „Million Dollar Baby“ erinnern. Zwar sind sich die Charaktere der „Maggie“ und der „Johanna“ im Hinblick auf ihre familiären Wurzeln ähnlich, „Die Boxerin“ erzählt dennoch eine ganz eigene, berührende Geschichte. Ganz nach dem Motto: Es gibt immer einen Silberstreif am Horizont.
