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The Big Lebowski
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Regie
Joel Coen
Drehbuch
Joel Coen, Ethan Coen
Produzent
Ethan Coen
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 117 min Land USA Kinostart 19.03.1998 DVD-Start 19.04.1999 Verleih United International Pictures |
Story
Jeffrey Lebowski, er selbst bevorzugt als Anrede ja „der Dude“, ist ein arbeitsloser Alt-Hippie, der in den Tag hinein lebt, am liebsten einen White Russian schlürft, kifft und mit den Kumpels zum Bowlen geht. Doch dann tauchen plötzlich zwei Schläger in seiner Wohnung auf, pinkeln auf seinen geliebten Teppich und fordern ihn auf, die Schulden seiner Frau zu bezahlen. Doch der Dude hat keine Frau. Dafür aber sein reicher Namensvetter, bei dem Lebowski sogleich versucht einen neuen Teppich einzutreiben. Der reiche Jeffrey Lebowski sieht das zunächst nicht ein, doch dann wird seine Frau entführt und plötzlich soll der Dude die Übergabe des Lösegeldes erledigen. Das Chaos nimmt seinen Lauf, als Walter, der Freund von Dude, auf die tolle Idee kommt, das Lösegeld zu behalten und stattdessen einen Koffer voller dreckiger Unterwäsche zu übergeben…
Schauspieler
Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, Peter Stormare, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Leon Russom, Sam Elliott, Tara Reid, John Turturro, David Thewlis, Ben Gazzara
Filmkritik von Melanie Frommholz
Die Coen-Brüder Joel und Ethan sind ein eingespieltes Team und ihre Geschichten spielen in ihrem ganz eigenen Kosmos. Nach Streifen wie „Miller's Crossing“ oder „Fargo“ inszenierte das Gespann 1998 mit „The Big Lebowski“ erneut die Geschichte eines Freaks und Verlierers, der doch auch irgendwie ein kleiner Held mit den richtigen Werten ist. Coen-typisch wird auch das Universum vom „Dude“ mit durchgeknallten Typen und abgefahrenen Figuren bevölkert, die alle nicht so wirklich rund laufen. Dennoch gelingt es den Filmemachern, sie neben aller ironischer Überzeichnung als liebenswerte Menschen zu inszenieren, die zwar Außenseiter sind, in ihrem Irrsinn aber auch intelligent und lebensnah. Die Geschichte von „The Big Lebowski“ ist dabei so abgefahren und aberwitzig wie seine Protagonisten. Wer hier letztlich wen um sein Geld gebracht hat, spielt aber auch nicht wirklich eine Rolle, wenn man am Ende eine gepflegte Runde Bowling spielen kann.
Als fauler „Dude“ Lebowski brilliert Jeff Bridges in der Hauptrolle. Er gibt den arbeitslosen Lebenskünstler mit all seinen Macken und Schwächen als sympathischen Antihelden. An seiner Seite ist es insbesondere John Goodman als schießwütiger Vietnam-Veteran Walter, der mit seinem Spiel Laune macht. Wenn dieses Gespann loslegt, bleibt man lieber in seiner Deckung.
Die Coen-Brüder haben ihren eigenen, schrägen Humor. Die Dialoge, die sie ihren Figuren auf den Leib schreiben sind hintergründig, ironisch und nicht selten tiefschwarz eingefärbt. Nicht jeder mag diese Art der Überzeichnung und Zuspitzung. Ein Stück weit sind ihre Filme daher immer auch Geschmacksache. In jedem Fall fördern sie bei ihren Darstellern aber hervorragenden Leistungen zu Tage. Allein deshalb ist auch „The Big Lebowski“ sehenswertes Kino.
Bei allen wichtigen Preisverleihungen ging "The Big Lebowski" leer aus. Immerhin wurde Joel Coen 1998 für den Goldenen Bären der Berlinale nominiert.