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12 Monkeys
Twelve Monkeys
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Regie
Terry Gilliam
Drehbuch
David Webb Peoples, Janet Peoples
Produzent
Charles Roven
Genre Science-Fiction FSK 16 Filmlänge 131 min Land USA Kinostart 21.03.1996 DVD-Start 15.02.1997 Blu-ray-Start 06.09.2007 Verleih Concorde Film |
Story
Durch eine heftige Virus-Pandemie in den Jahren 1996 und 1997 sterben über fünf Milliarden Menschen. Nur rund 1% der Weltbevölkerung übersteht die schwerwiegende Katastrophe und führt nun ein erbärmliches Leben unter der Erdoberfläche, wo abgeschottet von der Außenwelt kein normales Dasein mehr möglich ist. Wissenschaftler arbeiten jedoch an einer Lösung des Problems: Mittels Zeitreise wollen sie versuchen, die Virus-Pandemie erst gar nicht ausbrechen zu lassen. Als mehr oder minder Freiwilliger meldet sich James Cole, der von den Wissenschaftlern in die Vergangenheit geschickt wird, um dort den genauen Umständen und Gründen des Virus-Ausbruchs auf die Spur zu kommen.
Bei seiner ersten Zeitreise landet Cole fälschlicherweise jedoch erst im Jahr 1990. Gute sechs Jahre vor dem Ausbruch der Pandemie, erklärt man ihn und seine wirren Erzählungen über seine Herkunft und über den Ausbruch eines gefährlichen Virus, ohne Umschweife für verrückt und lässt ihn in eine Psychiatrie einweisen. Dort wird er von der Psychiaterin Dr. Kathryn Railly behandelt, bis Cole schließlich einer der verblüffendsten Psychiatrieausbrüche aller Zeiten gelingt. Die Menschheit vor ihrem sicheren Untergang zu bewahren, ist Cole bis dahin allerdings noch nicht gelungen, weshalb er sechs Jahre später, 1996, wieder im Leben von Kathryn auftaucht…
Schauspieler
Bruce Willis, Madeleine Stowe, Brad Pitt, Christopher Plummer, Jon Seda, Michael Chance, Vernon Campbell, Simon Jones, Joey Perillo, H. Michael Walls, Bob Adrian, Frank Gorshin, David Morse
Filmkritik von Kathrin Lang
Terry Gilliam entpuppt sich zunehmend mehr als Regisseur, der es besser als die meisten seiner Kollegen versteht, Zukunftsvisionen auf der Leinwand zu entwickeln. Ähnlich wie schon bei „Brazil“ (1985) schweift der Blick auch in „12 Monkeys“ zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her, wodurch letztlich ein zeitkritischer Film entsteht, der prägnant gesellschaftliche Zustände ins Visier nimmt, die problemlos auch auf die aktuelle Gegenwart projiziert werden können.
Neben der Zeitreisegeschichte, in der sich Protagonist James Cole hauptsächlich zwischen den Jahren 2035, 1996 und 1990 bewegt, ist „12 Monkeys“ vor allem durch seine Charakterzeichnung und durch das clevere Spiel mit den Möglichkeiten des Mediums Film herausragend. James Cole (Bruce Willis) wird in der Vergangenheit, wegen seinen wirren Erzählungen von einer Zukunft, in der die Menschheit kurz vor dem Aussterben steht, für psychisch gestört erklärt. Die Psychiaterin Dr. Kathryn Railly (Madeleine Stowe) versucht Cole zu heilen, muss jedoch schon bald selbst an ihrer Diagnose zweifeln: Ist Cole wirklich verrückt oder reist er tatsächlich durch die Zeit? Hervorragend und mehr als clever setzt sich „12 Monkeys“ immer wieder mit dieser Frage auseinander und lässt damit geschickt auch schon bald den Zuschauer an der Antwort zweifeln. Ist man sich zu Beginn des Films noch sicher, gerade einen Science-Fiction-Film zu sehen, wird dieser nur scheinbar sichere Betrachterstandpunkt schon bald heftig ins Wanken gebracht. Diese Strategie, die stark mit den wesentlichen Merkmalen des Mediums Film spielt und den Zuschauer als wesentliche Instanz, zusammen mit den Figuren des Films, immer wieder in die Irre führt, stellt den alles übergreifenden Reiz von „12 Monkeys“ dar.
Terry Gilliam liefert mit „12 Monkeys“ nicht nur eine kritische Gesellschaftsbeobachtung ab, sondern auch einen Film, der sein Werkzeug überaus klug zum Einsatz bringt.
Wissenswertes
Als Vorlage für "12 Monkeys" diente der Kurzfilm "Am Rande des Rollfelds" (1962), der wiederum durch den Hitchcock-Klassiker "Vertigo" (1958) inspiriert ist.
Auszeichnungen
Gewonnene Golden Globes
Bester Nebendarsteller (Brad Pitt)
OSCAR-Nominierungen
Bester Nebendarsteller (Brad Pitt), Beste Kostüme
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Kommentare
mark schreibt am 27.06.08, 07:29
Man kann ja viele Filmstorys drehen, aber umsetzen müsste man das denn auch. Das ist hier absolut gelungen. Wer hier aufpasst, dem wird es zu undurchsichtig. Also aufpassen und gespannt sein wie Bruce Willis rumspringt. Gute Nacht sehr geehrte Filmfreunde.
Leonardo Kasabloinc schreibt am 09.08.07, 01:55
top film, ich mag so sehr gestörte Filme (sorry keinen hang zu ausschweifenden lobgesängen)
