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Match Point
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Regie
Woody Allen
Drehbuch
Woody Allen
Produzenten
Letty Aronson, Gareth Wiley, Lucy Darwin
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 124 min Land Großbritannien Kinostart 29.12.2005 Verleih Prokino (Fox) |
Story
Chris ist ein amerikanischer Tennisspieler. Er hat jedoch genug von seiner Karriere, die mittlerweile einfach nicht mehr weiter voran gehen will. Also reist Chris nach England aus, wo er zu Beginn in London Tennisstunden gibt. Schnell freundet er sich dort mit Tom Hewett, dem Sohn einer sehr reichen britischen Familie, an. Bei einem Abendessen im Hause Hewett lernt er Toms Schwester, Chloe kennen. Sie ist lieb, zeigt Interesse und könnte ihm bei seinem gesellschaftlichen Aufstieg behilflich sein. Kurz später heiraten sie. Doch dann begegnet Chris der Verlobten von Tom. Nola ist sexy und scheint genau die Richtige für ein kleines Abenteuer zu sein…
Schauspieler
Jonathan Rhys-Meyers, Scarlett Johansson, Emily Mortimer, Brian Cox, Matthew Goode, Penelope Wilton, James Nesbitt, Ewen Bremner, Rupert Penry-Jones, Margaret Tyzack
Filmkritik von Kathrin Lang
„Der Mann, der gesagt hat: „Ich hätte lieber Glück als Talent“, hat tiefe Lebensweisheit bewiesen.
Manchmal will man nicht wahrhaben, wie viel im Leben vom Glück abhängt. Es ist erschreckend, wie viel außerhalb der eigenen Kontrolle liegt.
Es gibt Augenblicke in einem Match, da trifft der Ball die Netzkante und kann für den Bruchteil einer Sekunde nach vorn ... oder nach hinten fallen. Mit ein bisschen Glück fällt er nach vorn ... und man gewinnt. Oder vielleicht auch nicht, und man verliert.“
Mit diesen Worten, die mit tief trauriger, dramatischer und nachdenklicher Opernmusik unterlegt sind, beginnt „Match Point“ und schon da weiß der Zuschauer, dass nicht irgendein Film auf ihn wartet, sondern ein Film ganz besonderer Klasse. Ein Film mit viel Tiefsinn und mit vielen kleinen, schön verpackten Lebensweisheiten. Eben eine Geschichte, die man nicht so schnell vergessen wird, eben ein echter Woody Allen!
Was „Match Point“ zu einem solch tollen Streifen macht, ist die Tatsache, dass Woody Allen einfach ein Händchen dafür hat, gesellschaftskritische Filme zu drehen. Er weiß, wie er seine Botschaft an sein Publikum übermitteln kann – Nicht zu eindeutig, nicht zu hart, aber dennoch ehrlich und direkt. Als Zuschauer zweifelt man nicht eine Sekunde daran, dass an dieser Geschichte irgendetwas nicht stimmen könnte, irgendetwas nicht der Wahrheit, der Realität entspricht. Dafür ist im Fall von „Match Point“ hauptsächlich das wirklich grandiose Drehbuch verantwortlich, aber was ist schon ein Drehbuch ohne die passenden und guten Schauspieler? Mit Scarlett Johansson, Emily Mortimer und Jonathan Rhys Meyers in den Hauptrollen, haben es die Verantwortlichen allerdings mehr als nur gut getroffen. Scarlett Johansson als verführerisches, biestiges Teufelchen. Emily Mortimer als hilfsbereites, nettes Engelchen und dazwischen Jonathan Rhys Meyers als ein Mann, der sich zwischen der Liebe und dem gesellschaftlichem Aufstieg nicht entschieden kann. Alles scheint zu passen und so ist es auch – Einfach ein sensationelles Trio!
Ein Hoch auf Woody Allen: Endlich mal wieder etwas Neues und endlich mal wieder etwas, das sich ganz eindeutig von den anderen Fliesbandproduktionen aus Hollywood abgrenzt. „Match Point“ ist lustig, spannend, überraschend und das Wichtigste: Er hat Verstand und ist darüberhinaus noch mehr als sinnvoll!
