Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 16.2.
- Der Ruf der Wale
- 16.2.
- Extrem laut und unglaublich...
- 16.2.
- Gefährten
- 16.2.
- Yoko
- 23.2.
- Ghost Rider: Spirit of Ven...
- 23.2.
- Glück
- 23.2.
- In the Land of Blood and...
- 23.2.
- Safe House
- 23.2.
- Young Adult
- Zu den Kinostarts
Moviesection.de unterstützt PETA
Jarhead - Willkommen im Dreck
Jarhead
|
Regie
Sam Mendes
Drehbuch
William Broyles jr.
Produzenten
Douglas Wick, Lucy Fisher
Genre Kriegs-Drama FSK 12 Filmlänge 122 min Land USA Kinostart 05.01.2006 DVD-Start 04.05.2006 Blu-ray-Start 04.12.2008 Verleih United International Pictures |
Story
Die Verfilmung des gleichnamigen Buches schildert den Einsatz der US-Marines im Golfkrieg 1991 aus der Sicht des „Jarhead“ (ein Slangbegriff für US-Marine) Anthony Swofford. Beziehungsweise das Warten auf den Einsatz, denn dieser Krieg wird vornehmlich aus der Luft geführt und die Jungs am Boden befinden sich daher in ständiger Lauerstellung. Der eigentliche Feind ist die Langeweile, die jederzeit in Todesgefahr umschlagen kann. Körperlich wie seelisch eine absolute Zerreisprobe für die Truppe.
Schauspieler
Jamie Foxx, Jake Gyllenhaal, Peter Sarsgaard, Chris Cooper, Lucas Black, Brian Geraghty, Laz Alonso, Evan Jones, Peter Gail, Jamie Martz, Jocko Sims, Rini Bell
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Willkommen im Dreck“ – Passender könnte der Untertitel zu „Jarhead“ wirklich nicht gewählt sein. Nicht nur mit Sand, Staub und Ölregen hatten die Soldaten im ersten Golfkrieg zu kämpfen, sondern auch mit dem „Dreck“, der die Seele verändert. Unterhält der Film zu Beginn mit seinen Sequenzen aus dem Marine-Drillprogramm noch mit bitterbösem Humor, bleibt einem spätestens dann das Lachen im Hals stecken, wenn die ausgebildeten Jarheads bei der Vorführung eines Kriegsfilmes bei der Bombardierung der Zivilbevölkerung zu jubeln anfangen. Sie sind bereit endlich loszuschlagen; erst schießen, dann fragen.
„Jarhead“ bringt zudem die doppelte Perversion der Situation auf den Punkt: Zum einen ist Krieg an sich für die menschliche Seele nur sehr schwer, wenn überhaupt zu verkraften, zum anderen bildet ein Staat seine jungen Männer zu Killermaschinen aus und verdammt sie dann zum Nichtstun. Völlig unblutig, aber deswegen nicht weniger eindrucksvoll erzählt Sam Mendes eine ganz andere Kriegsgeschichte. Nicht große Kampfeinsätze stehen hier im Vordergrund, sondern die zermürbende Monotonie des Alltags, das Warten auf den Einsatz, der einerseits heiß erseht wird, auf der anderen Seite aber auch das ist, was die Soldaten am meisten fürchten. Angst wird zu ihrem ständigen Begleiter und dieser verändert die Männer Tag für Tag, den sie tatenlos in der Hitze der Kuwaitischen Wüste schmoren. Die Tatsache, dass es sich bei der Geschichte um die wahren Erlebnisse des US-Marine Anthony Swofford handelt, macht das ganze noch eindringlicher.
„Wir sind heute noch in der Wüste“, sagt Jarhead Swofford (Jake Gyllenhaal) zum Ende des Films. Krieg lässt einen niemals los.
