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Walk the Line
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Regie
James Mangold
Drehbuch
Gill Dennis, James Mangold
Produzenten
Cathy Konrad, James Keach
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 136 min Land USA Kinostart 02.02.2006 DVD-Start 04.12.2006 Blu-ray-Start 18.11.2008 Verleih 20th Century Fox |
Story
In einfachen Verhältnissen aufgewachsen, träumt der kleine John R. Cash schon früh von einer Karriere als Musiker. Von seinem Vater in dem Gefühl großgezogen, minderwertig zu sein, heiratet er früh und versucht sich nach seinem Militärdienst in Deutschland zunächst als Vertreter. Doch die Musik lässt Cash nicht los. Er hängt den Verkäuferjob an den Nagel und schafft durch seinen besonderen Sound den Einstieg in die Musikbranche. Die Leute lieben bald seinen stampfenden Sound und die ehrlichen Texte. Es folgt ein rasanter Aufstieg, aber auch der Erfolgsdruck nimmt für Johnny Cash zu. Er entfernt sich immer weiter von seiner Frau Vivien und seinen Kindern, die ihm bei seinen Touren, unter anderem mit Elvis Presley und Jerry Lee Lewis, durch ganz Amerika nicht folgen können. Vivien ist zudem eifersüchtig auf die erfolgreiche Countrysängerin June Carter, die Cash immer öfter begleitet und die er vergöttert, seit er sie als Kind zusammen mit seinem Bruder Jack im Radio hörte. June wird nicht nur Johnnys beste Freundin, sondern auch seine große Liebe. Doch Drogen und Alkohol lassen den „Man in Black“ bald nicht nur seine Karriere, sondern auch die Beziehung zu June aufs Spiel setzen…
Schauspieler
Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon, Ginnifer Goodwin, Robert Patrick, Dallas Roberts, Dan John Miller, Larry Bagby, Shelby Lynne, Tyler Hilton, Waylon Payne, Shooter Jennings, Sandra Lafferty, Dan Beene, Clay Steakley, Jonathan Rice, Johnny Holiday
Filmkritik von Melanie Frommholz
James Mangolds Geschichte über John “Johnny“ R. Cash ist vieles – ein Stück Amerika, ein Stück Musikgeschichte, ein Stück Licht in die Dunkelheit seines Lebens. Aber in erster Line und ganz besonders ist sie eine wunderbare und zu Herzen gehende Liebesgeschichte. Folk- und Countrymusic ist in den Staaten Kulturgut - und eine ihrer Legenden, aus einer Zeit, als Musik noch Hand gemacht war - ist der Mann mit der Gitarre. Der Mann, der den Sound kreierte, der wie eine stampfende Dampflok durch die Herzen der Menschen fegte. Der Mann in Schwarz. Mangold inszeniert sein Biopic in einer Rückblende, die bei der berühmten Live-Konzert-Aufnahme im Folsom Gefängnis beginnt, sich dort selbst einholt und uns noch ein Stück in Johnnys Zukunft mitnimmt. Ihm ist mit „Walk the Line“ nicht nur ein Highlight im Gerne Musikfilm gelungen, sondern auch ein würdiges Denkmal für einen herausragenden und besonderen Musiker.
“Hallo, ich bin Johnny Cash.“
Dieser Satz, mit dem der Musiker immer seine Konzerte begann, ist lange Jahre nichts als eine hohle Phrase. Denn Johnny Cash weiß lange nicht, wer er wirklich ist, leidet unter der Ablehnung durch den Vater und ist nicht in der Lage, sich selbst zu lieben. Dennoch macht er Musik, die die Menschen anspricht und die ihnen nahe geht. James Mangold versteht es virtuos, die Zerrissenheit dieses sensiblen Menschen in seinem Film einzufangen. Er meidet theatralische Gesten und setzt seine Darsteller nicht effekthascherisch in Szene, sondern vertraut ganz auf ihre Ausdruckstärke. Eine gute Entscheidung! Insbesondere die Hauptdarsteller Joaquin Phoenix als Johnny Cash und Reese Witherspoon als June Carter sind so echt und überzeugend in ihren Rollen, dass man den Schauspieler dahinter vergisst. Die Höhen und Tiefen ihrer Beziehung fangen sie dabei ebenso glaubwürdig ein, wie die inneren seelischen Abgründe. Zwischen seiner Hingabe zur Musik und der Liebe seine Lebens versteht es Phoenix, seinem Johnny Cash auch die vielen Zwischentöne zu entlocken, die eine Figur für den Zuschauer auch dann zum Leben erwecken, wenn man nicht viel über sie weiß. Man hat den Eindruck, diesen Mann in „Walk the Line“ wahrhaftig ein Stück weit kennen zu lernen. Wo Joaquin Phoenix alleine schon mit dem Ausdruck in seinen Augen eine Tür in die Seele von Johnny Cash öffnet, ist es bei Reese Witherspoon die Leichtigkeit, mit der sie June Carter fassbar macht, die begeistert. So sieht eine Leistung aus, die zu recht mit dem OSCAR ausgezeichnet wurde! Auch bei Witherspoon sind es insbesondere die kleinen Gesten und die leisen Szenen, in denen sich ihr ganzes Können zeigt. Aus den Reihen der Nebenrollen sind es Ginnifer Goodwin als Cashs erste Frau Vivian und Robert Patrick als Johnnys Vater, die im Gedächtnis bleiben.
Schon einige Filmemacher haben versucht, das Leben bekannter Persönlichkeiten so auf Zelluloid zu bannen, dass es die Menschen bewegt. Dank einem grandiosen Cast und einer feinfühligen Inszenierung gehört James Mangold zu jenen, denen es auch tatsächlich gelungen ist.
Wissenswertes
Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon sangen in "Walk the Line" alle Songs selbst.
Auszeichnungen
Gewonnene Golden Globes
Bester Film - Musical or Comedy, Bester Schauspieler - Musical or Comedy (Joaquin Phoenix), Beste Schauspielerin - Musical or Comedy (Reese Witherspoon)
OSCAR-Nominierungen
Bester Hauptdarsteller (Joaquin Phoenix), Beste Kostüme, Bester Schnitt, Bester Ton
Gewonnene OSCARs
Beste Hauptdarstellerin (Reese Witherspoon)
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Kommentare
Sylvie schreibt am 26.09.07, 10:09
Walk the line ist wirklich ein traumhafter Film. Eine Biografie mit super Musik unterstrichen, die anscheinend von den Schauspieler Joaquin Phoenix (I love him) und Reese Witherspoon selber gesungen wird...
Ein Film zum immer wieder sehen!!!
Gratulation!!!
