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Red Dirt
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Regie
Tag Purvis
Drehbuch
Tag Purvis
Produzent
Cyril Bijaoui
Genre Drama (Gay) FSK 12 Filmlänge 112 min Land USA, 2000 DVD-Start 01.01.2000 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Irgendwo ganz tief im südlichen Teil Amerikas, dort wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen und man praktisch von der Außenwelt abgeschnitten zu sein scheint, lebt der junge Griffith mit seiner leicht durchgeknallten Tante. Zu diesem ungleichen Paar stößt eines Tages der Vagabund Lee, der überall und nirgends Zuhause ist. Griffith willigt ein, dass Lee im Gartenhaus umsonst wohnen darf, wenn er ihm bei den täglichen Arbeiten hilft. Daraus entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Männern. Und nicht nur das: Es entwächst auch Liebe. Lee bestärkt Griffith in seinem Wunsch alles hinter sich zu lassen und fort zu gehen, die Welt zu sehen. Allerdings verliebt sich Lee auch in seinen Freund. Empfindet Griffith auch so? Wird er wirklich sein gewohntes Leben aufgeben?
Schauspieler
Dan Montgomery jr., Aleksa Palladino, Karen Black, Peg O'Keef, Glenn Shadix, Jo-Ann Robinson, Walton Goggins
Filmkritik von Thomas Ays
Die bewegende Handlung wird von grandios und sensationell agierenden Schauspielern getragen, die ihren oft nicht ganz leichten Job großartig bewältigen. „Red Dirt“ ist kein einfacher Schwulenfilm, so viel steht fest. Es geht um Liebe, eine tief empfundene und starke Zuneigung nicht nur zwischen den beiden Männern, sondern auch um die zu Griffith’ Familie. Kein Kitsch oder lange überschminkte und ganz und gar überzeichnete Szenen voller männlicher animalischer Liebe sind zu sehen. „Red Dirt“ ist ein Drama über Menschen, die psychisch und physisch nicht wissen, wo sie hingehören. Griffith bei seiner Entscheidung zu beobachten ist mehr als nur spannend. Dan Montgomery Jr. spielt seine Rolle höchst überzeugend und dürfte für so manch männlichen, als auch weiblichen Zuschauer ein echter Hingucker sein. Regisseur und Drehbuchautor Tag Purvis macht in der Inszenierung und den vielen guten Dialogen zudem auch in diesen beiden wichtigen Punkten alles richtig.
„Red Dirt“ ist tragischerweise nicht sehr bekannt und vielleicht gerade deshalb sehr, sehr sehenswert.
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Kommentare
arno abendschön schreibt am 14.03.07, 18:06
In "Red Dirt" begegnet man mehrfach Motiven aus den Stücken von Tennessee Williams. Dennoch ist der Film alles andere als epigonal, vielmehr kraftvoll in jeder Szene, jedem Dialog. Er hat eine sehr persönliche Färbung, die sich auch auf jedes Detail der Ausstattung, Beleuchtung und Kameraführung erstreckt. Daher ein beeindruckender, überzeugender Film aus einem Guss.
Im Übrigen ist das Hauptthema des Films zeitlos: das tief Unbefriedigende am Leben in einem abgelegenen Provinzwinkel, das gerade junge Menschen stark empfinden, wenn sie auf der Suche nach der eigenen Identität sind. Wer je in einer ähnlichen Lage gewesen ist, kann die starken Gefühle nachempfinden, die in diesem Film exemplarisch dargestellt werden.
Insgesamt eine hervorragende Leistung. Hoffentlich gibt es noch mehr von Tag Purvis bei uns zu sehen.

